Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Warzen: Ansteckung vor allem zu Hause

Aktuelles

Zwei Schulmädchen schauen in die Kamera

Die Gefahr, sich mit Warzen anzustecken, lauert vor allem in der Schule und zu Hause im Kreise der Familie.
© mauritius images

Mi. 24. April 2013

Warzen: Ansteckung zu Hause und in der Schule

Wenn bei Schulkindern Warzen entstehen, bekommen sie diese in erster Linie durch Kontakt mit Familienmitgliedern oder Mitschülern. Zu diesem Schluss kommen niederländische Forscher, die die Verbreitung von Hautwarzen, wie sie durch eine Infektion mit Humanen Papilloma-Viren (HPV) hervorgerufen werden, untersucht hatten.

Anzeige

Demnach hatten Kinder, deren Eltern oder Geschwister Warzen hatten, ein doppelt so hohes Risiko, selbst welche zu bekommen, verglichen mit Kindern, in deren Familie keine Warzen auftraten. Auch nahm das Warzen-Risiko zu, wenn andere Kinder einer Schulklasse mit den gutartigen, allerdings oft hartnäckigen Hautwucherungen zu kämpfen hatten, berichten die Forscher online in der Fachzeitschrift Pediatrics. Auf vorbeugende Maßnahmen sollte daher vor allem zu Hause und der Schule geachtet werden, lautet ihr Rat.

Die Forscher hatten für ihre Studie bei über 1.000 Grundschulkindern Hände und Füße untersucht. Nassbereiche von Schwimmbädern oder Saunen scheinen dagegen als Orte für die Viren-Übertragung eine weniger wichtige Rolle zu spielen. So zeigte sich in der niederländischen Studie kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von öffentlichen Schwimmbädern und der Gefahr, Warzen zu bekommen.

Anders als erwartet, scheint auch die Tatsache, dass jemand zuvor schon Warzen hatte, nicht alleine mit der Entstehung neuer Warzen zusammenzuhängen. "Neben den Humanen Papilloma-Viren selbst spielt offenbar deren Wirkung auf das Immunsystem eine Rolle und wie anfällig ein Person gegenüber bestimmten HPV-Typen ist", vermuten die Forscher. Mit anderen Worten könnte das Immunsystem eines Kindes, das schon Warzen hat, bereits sensibler für die Humanen Papilloma-Viren sein und daher effektiver gegen spezielle Viren-Typen vorgehen, erklären sie.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Heißes Öl verschmutzt die Raumluft

Öl, das beim Braten aus der Pfanne spritzt, kann nicht nur der Haut schaden.

Weniger Sonne, mehr Rachitis-Patienten?

Ein Mangel an Vitamin D führt zu einer Verformung der Knochen.

Hundebesitzer leben länger

Vor allem die Gesundheit von Singles profitiert, wenn ein Vierbeiner im Haushalt lebt.

Lässt sich Typ-1-Diabetes heilen?

Bei Mäusen ist es bereits möglich, die Zuckerkrankheit rückgängig zu machen.

Wer raucht und trinkt, sieht älter aus

Alkohol und Zigaretten verändern unser Aussehen, wie eine neue Studie zeigt.

Fernsehen erhöht Thrombose-Risiko

Je mehr Zeit wir vor dem Fernseher sitzen, desto höher ist die Gefahr für ein Blutgerinnsel.

Warum Kopfschmerzen so quälend sind

Das Schmerzempfinden hängt auch mit unseren Emotionen zusammen.

Diese Lebensmittel beugen Diabetes vor

Antioxidantien verringern offenbar das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Hitzewellen töten auf 27 Arten

Forscher haben analysiert, wie tödlich Hitze für den menschlichen Körper ist.

Wie ein Bakterium zu Magenkrebs führt

Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann weitreichende Folgen haben.

Diabetes: Typ 3c wird oft nicht erkannt

Viele Patienten erhalten fälschlicherweise die Diagnose Typ-2-Diabetes.

Wann wir uns geliebt fühlen

Kleine Gesten sind einer Umfrage zufolge viel wichtiger als große Romantik.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen