Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung CT-Untersuchung erhöht Krebsrisiko

Aktuelles

Jugendliche in einer CT-Röhre

Menschen, bei denen im Jugendalter eine CT-Untersuchung durchgeführt wurde, haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken.
© Aleksey Khripunkov - Fotolia

Do. 23. Mai 2013

CT-Untersuchung: "Röhre" erhöht das Krebsrisiko

Manchmal hilft bei einer Diagnose nur ein Blick ins Innere – zum Beispiel durch eine Computertomographie (CT). Ob die damit verbundene leichte Strahlenbelastung allerdings Langzeitfolgen für die Gesundheit hat, ist eine Frage, über die sich Experten schon länger streiten. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass CT-Untersuchungen, vor allem wenn sie im Kindesalter stattfanden, das Risiko erhöhen, später im Leben an Krebs zu erkranken.

Anzeige

Ein australisches Wissenschaftsteam hatte hierfür Daten von 680.000 Personen analysiert, bei denen im Kinder- und Jugendalter eine CT-Untersuchung durchgeführt worden war. Diese hatten sie mit den Krankengeschichten von fast elf Millionen Australiern verglichen, die nie eine solche Untersuchung gehabt hatten. Sie fanden heraus, dass das Risiko für eine Krebs-Neuerkrankung für Personen, die in ihrer Jugend mindestens einmal einer leichten Strahlendosis durch eine CT ausgesetzt gewesen waren, um 24 Prozent höher lag als bei nichtbestrahlten Menschen. Jede zusätzliche CT-Untersuchung ließ das Krebsrisiko noch einmal leicht ansteigen. Diese Zusammenhänge fanden die Forscher sowohl für Krebserkrankungen von speziellen Organen, zum Beispiel dem Gehirn, als auch für Leukämie und einigen Arten von Lymphdrüsenkrebs.

Der Anstieg bei den Krebserkrankungen gehe in erster Linie auf die Bestrahlung zurück, schreiben die Forscher im Fachmagazin BMJ. Zwar seien die Strahlendosen, mit denen heutige Geräte CT-Bilder erstellen, niedriger als noch in den Jahren von 1985 bis 2005. Trotzdem sei eine gewisse Zunahme des Krebsrisikos auch bei neuester Technik noch wahrscheinlich. Die Forscher raten daher, Untersuchungen mit Hilfe der bildgebenden Röhre nur dann einzusetzen, wenn es wirklich notwendig ist, und für die Erstellung der diagnostischen Bilder die geringstmögliche Strahlendosis zu verwenden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wer Sport treibt, isst gesünder

Forscher haben einen interessanten Zusammenhang gefunden.

Schlafmangel macht schmerzempfindlich

Wer nicht ausreichend schläft, empfindet Schmerzen sehr viel stärker.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen