Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Implantat warnt vor epileptischen Anfällen

Aktuelles

Mittelalter Mann in der Küche beim Kochen

Ob beim Kochen oder anderen alltäglichen Verrichtungen - ein Krampfanfall kann einen Epileptiker jederzeit treffen.
© Tyler Olson - Fotolia

Do. 30. Mai 2013

Implantat warnt vor epileptischen Anfällen

Es kann jederzeit passieren - beim Bummeln durch die Stadt, beim Schwimmen, Radfahren oder Kochen. Die Unvorhersehbarkeit eines Krampfanfalls beeinträchtigt den Alltag von Epileptikern nachhaltig und ständig droht die Gefahr schwerer Verletzungen. Mit einem Implantat könnte es in Zukunft möglich sein, epileptische Anfälle vorherzusagen.

Anzeige

Australische Forscher haben gemeinsam mit einer US-amerikanischen Firma einen kleinen Sensor entwickelt, der unter die Schädeldecke Epilepsiekranker implantiert werden kann. Dort überwacht er, ähnlich wie bei einem Elektro-Enzephalogramm (EEG), die elektrischen Ströme des Gehirns und registriert charakteristische Veränderungen, die mit einem Anfall einhergehen. Diese Signale werden über ein zweites Implantat in der Brust zu einem tragbaren Gerät übertragen, das Epileptikern über verschiedenfarbige Lichter die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls vorhersagt: rot gleich hohes, weiß gleich mittleres, blau gleich niedriges Risiko.

In ihrer zwei Jahre dauernden Studie mit 15 Epileptikern, die unter zwei bis zwölf Anfällen pro Monat litten, konnten die Forscher zeigen, dass das Implantat in 65 Prozent der Zeit einen drohenden Anfall korrekt vorhersagen konnte. Bis zu einer standardmäßigen Anwendung wird es jedoch noch dauern. Zuvor müsse sich in größeren klinischen Studien zeigen, dass die guten Ergebnisse wiederholbar seien, so die Forscher in der Fachzeitschrift Lancet Neurology.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Viele Sexpartner steigern Krebsrisiko

Wer mehr als zehn Sexualpartner im Laufe seines Lebens hatte, ist gefährdet.

Je mehr Zucker, desto weniger Vitamine

Essen wir viele Süßigkeiten, greifen wir gleichzeitig seltener zu gesunden Lebensmitteln.

Gürtelrose-Impfung gegen Schlaganfall

Senioren profitieren von einer Impfung gleich in mehrfacher Hinsicht.

Frauen gehen zu sorglos mit Alkohol um

Viele Frauen über 50 trinken riskante Mengen Alkohol, ohne sich darüber im Klaren zu sein.

ADHS wegen Vitamin-D-Mangel?

Ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft ist ein Risiko für das ungeborene Baby.

Hautentzündungen durch Fast Food?

Zu viel Fett und Zucker könnten das Risiko für Schuppenflechte erhöhen.

Coronavirus: Impfstoff in Rekordzeit?

Weltweit arbeiten Forscher mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs.

Trauer: Gefühle zeigen ist gesünder

Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist es nicht unbedingt gesund, stets die Fassung zu wahren.

Enddarmkrebs: Oft geht es ohne OP

Eine abwartende Therapie bringt den meisten Patienten offenbar keine Nachteile.

Busen zu klein oder zu groß

Die meisten Frauen sind mit der Größe ihrer Brust unzufrieden.

Neurologisches Leiden steigert Suizidrisiko

Besonders in den ersten Monaten nach der Diagnose scheint das zuzutreffen.

E-Scooter gefährlich wie Fahrrad

Ärzte haben ermittelt, welche Verletzungen bei E-Scooter-Fahrern besonders häufig auftreten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen