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Ganze und halbierte Blutorangen

In Zitrusfrüchten steckt viel Vitamin C - ein Stoff, der in Laborversuchen in der Lage war, Tuberkulose-Bakterien abzutöten.
© Stefano Neri - Fotolia

Mi. 22. Mai 2013

Tuberkulose: Vitamin C tötet resistente Bakterien

Antibiotika-resistente Bakterien sind zunehmend ein Problem, auch bei der Behandlung von Tuberkulose. Jetzt fanden US-Wissenschaftler heraus, dass ein einfaches Mittel – das Vitamin C – die hartnäckigen Bakterien erledigen könnte.

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Im Labor habe sich gezeigt, dass Vitamin C in der Lage sei, Tuberkulose-Bakterien abzutöten, die gegenüber Isoniazid, einem bei Tuberkulose angewendeten Antibiotikum, resistent seien. Das berichten Wissenschaftler der Yeshiva University in New York, USA, online in der Fachzeitschrift Nature Communications. Eine Kombination des Vitamins mit derzeitigen Arzneimitteln könnte die Therapie der Lungenkrankheit verkürzen, so ihre Hoffnung, die noch durch klinische Studien bestätigt werden muss. Der Charme: Vitamin C sei billig, weltweit verfügbar und sicher anzuwenden, schreiben die Forscher.

Dass es hilft, entdeckten die Wissenschaftler eher zufällig. Eigentlich hatten sie untersucht, wie Resistenzen entstehen. Die Zugabe einer bestimmten Aminosäure zu den Bakterien führte jedoch nicht wie erwartet zu Resistenzen, sondern radierte die Bakterienkultur komplett aus. Auf der Suche nach einer vergleichbaren Substanz mit ähnlicher Wirkung testeten die Forscher daraufhin Vitamin C. Das Resultat: "Die Kombination von Vitamin C und Isoniazid sterilisierte die ganze Tuberkulose-Bakterien-Kultur", sagt Studienleiter William Jacobs Jr. Erstaunlicherweise habe das Vitamin C auch die resistenten Stränge abgetötet, so Jacobs.

Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, an der laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2011 weltweit 8,7 Millionen Menschen erkrankten und 1,4 Millionen verstarben. Infektionen, die nicht mehr auf eine Behandlung mit derzeit bei Tuberkulose verwendeten Antibiotika ansprechen, seien zunehmend ein Problem, so die Forscher, deren Ergebnisse nun neue Wege eröffnen.

hh

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