Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Bio-Reaktor für Typ-1-Diabetiker

Aktuelles

Junges Paar in der Natur

Mit guter Blutzuckereinstellung können Diabetiker genauso aktiv und leistungsfähig sein wie Stoffwechselgesunde.
© mauritius images

Sa. 11. Mai 2013

Typ-1-Diabetes: Bio-Reaktor produziert Insulin

Typ-1-Diabetiker gelangen in der Regel mit Hilfe von täglich mehrfach verabreichten Insulinspritzen zu einer guten Stoffwechseleinstellung. Allerdings gibt es Betroffene, die trotz moderner Therapieformen mit stark schwankenden Blutzuckerwerten zu kämpfen haben. Diesen Menschen könnte in Zukunft ein neu entwickelter Bio-Reaktor helfen, der das Hormon Insulin produziert.

Anzeige

Wissenschaftler des Paul Langerhans Instituts (PLID) in Dresden untersuchen derzeit am Tiermodell einen Bio-Reaktor für Diabetiker: "Der Reaktor hat die Form einer kleinen Dose, ist mit Insulin produzierenden Zellen befüllt und soll zukünftig im Körper von Typ-1-Diabetikern die Insulinproduktion übernehmen", erklärte Professor Dr. med. Stefan R. Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III an der Technischen Universität Dresden auf einer Pressekonferenz anlässlich der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Leipzig.

Der entscheidende Vorteil dieses Bio-Reaktors im Vergleich zur bisherigen Inselzell-Transplantation: Hier schützt die Kammer die Zellen vor Abstoßung durch das körpereigene Immunsystem. Normalerweise muss der Patient nach einer Inselzell-Transplantation lebenslang Arzneimittel einnehmen, die die eigene Immunabwehr unterdrücken, sogenannte Immunsuppressiva. Diese Medikamente bringen auf Dauer Nebenwirkungen mit sich. Am Menschen ist der Bio-Reaktor momentan jedoch noch nicht einsetzbar.

IW

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neuer Wirkstoff senkt hohes Cholesterin

Bempedosäure könnte Patienten helfen, die keine Statine vertragen.

Psychische Probleme bei Jüngeren steigen

Experten führen das auf die vermehrte Nutzung von digitalen Medien zurück.

Zu viel Hygiene fördert Resistenzen

In sehr sterilen Umgebungen bilden sich resistente Keime eher.

Schwanger: Jede Zigarette ist riskant

Während und kurz vor der Schwangerschaft zu rauchen, erhöht das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.

Schönheitsoperationen werden beliebter

Vor allem Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen werden immer häufiger durchgeführt.

Neue Therapie bei Darmentzündungen?

Die Behandlung könnte vor allem Personen mit schweren Symptomen helfen.

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

In Europa werden häufiger Erreger gefunden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

Mehr Snacks wegen Social Media?

Instagram & Co wirken sich offenbar auf das Essverhalten von Teenagern aus.

HIV: Patient nach Behandlung virenfrei

Ärzte hatten zuvor eine Stammzellentransplantation durchgeführt.

Schlaganfall: Höheres Gewicht hat Vorteile

Wer mehr Kilos auf die Waage bringt, überlebt einem Schlaganfall offenbar eher.

Obst und Gemüse tun der Psyche gut

Je mehr davon täglich auf dem Speiseplan steht, desto wohler fühlen wir uns.

Das Herz erkrankt selten an Krebs

Andere Organe sind deutlich anfälliger. Warum das so ist, erklärt ein Experte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen