Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Borreliose-Impfstoff erfolgreich getestet

Aktuelles

Zecke auf einem Blatt

Dank eines neuen Impfstoffs könnte einer Infektion mit der von Zecken übertragenen Borreliose in Zukunft womöglich vorgebeugt werden.
© Michael Tieck - Fotolia

Mo. 10. Juni 2013

Borreliose-Impfstoff erfolgreich getestet

Wissenschaftler aus den USA, Deutschland und Österreich haben einen Impfstoff gegen die von Zecken übertragene Borreliose entwickelt und nun in einer klinischen Studie getestet. Dabei erzielte das neue Mittel vielversprechende Ergebnisse, wie die Forscher im Fachmagazin The Lancet Infectious Diseases berichten.

Anzeige

Für die Untersuchung wurde der Impfstoff 300 Studienteilnehmern aus Deutschland und Österreich verabreicht, die bis dahin keinen Kontakt mit Borreliose-auslösenden Bakterien, sogenannten Borrelien, vorweisen konnten. Durch den Impfstoff produzierte das Immunsystem der Geimpften eine erhebliche Anzahl an Abwehrstoffen gegen die Krankheitsauslöser. Das neue Mittel wurde dabei meist gut vertragen. Für Dr. Benjamin Luft, einen der Studienautoren, sind "die Ergebnisse vielversprechend, da der Impfstoff eine starke Immunantwort hervorgerufen hat und zugleich die komplette Bandbreite der Borrelien abdeckte, die in der nördlichen Erdhalbkugel aktiv sind."

Die in der Vergangenheit entwickelten Borrelien-Impfstoffe scheiterten immer daran, dass sie nicht gegen die vielen verschiedenen Borrelien-Arten wirkten, die durch Zecken übertragen werden. Damit der neue Impfstoff auf breiter Front einsetzbar ist, hatten ihn die Forscher speziell ausgestattet: Das Immunsystem braucht eine Art Steckbrief der Erreger, die es bekämpfen soll. In diesem Fall nutzen die Forscher dazu einen Eiweißstoff, der sich auf der Oberfläche aller Borrelien findet und koppelten ihn mit jeweils anderen Oberflächenmerkmalen der verschiedenen Borrelien-Arten. Auf diese Weise präsentiert der Impfstoff nun dem Immunsystem einen kompletten Satz individueller "Borrelien-Steckbriefe", damit es jeden einzelnen erkennen und angreifen kann.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Anti-Aging-Pille rückt in greifbare Nähe

Der Wirkstoff soll altersbedingte DNA-Schäden reparieren.

Empathie dämmt Krankheiten ein

Forscher haben untersucht, wie sich die Ausbreitung von Infekten stoppen lässt.

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Forscher haben ermittelt, wie viel Sonne nötig ist, um genug Vitamin D zu bilden, ohne dabei die Haut zu schädigen.

Trauer hat viele Gesichter

Welche Gefühle bei Hinterbliebenen dominieren, hängt von zwei Faktoren ab.

7 Rücken-Tipps für den Arbeitsalltag

Das Patentrezept lautet: mehr Bewegung. Wie das klappt, lesen Sie hier.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen