Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schlafapnoe erhöht Gefahr für Herztod

Aktuelles

Älteres Paar schläft im Ehebett

Besonders über 60-Jährige haben durch Schlafapnoe ein höheres Risiko für einen plötzlichen Herztod.
© JanMika - Fotolia

Mi. 12. Juni 2013

Schlafapnoe erhöht Gefahr für plötzlichen Herztod

Schlafapnoe – eine Schlafstörung, die durch nächtliche Atemaussetzer gekennzeichnet ist – erhöht einer neuen Studie zufolge die Gefahr für einen plötzlichen Herztod. Dies berichten US-Forscher, die anhand der Daten von über 10.000 Personen den Zusammenhang zwischen der Schlafstörung und dem Herztod untersucht hatten.

Innerhalb des rund fünf Jahre dauernden Untersuchungszeitraums erlitten 142 Personen einen plötzlichen Herztod. Die Gefahr war demnach besonders groß für Personen über 60 Jahren, die 20 Atemaussetzer pro Stunde hatten und deren Sauerstoffsättigung zeitweise unter 78 Prozent fiel, berichten die Forscher im Journal of the American College of Cardiology. Eine solch niedrige Sauerstoffsättigung entsteht, wenn der Körper durch die Atemaussetzer weniger mit Sauerstoff versorgt wird und in der Folge der Sauerstoffgehalt des Blutes absinkt. Es zeigte sich, dass ein Abfall der Sauerstoffsättigung unter 78 Prozent die Gefahr für einen plötzlichen Herztod um 80 Prozent ansteigen ließ.

Anzeige

Schon frühere Studien hatten nachgewiesen, dass Schlafapnoe zu zahlreichen Herz-Kreislauf-Beschwerden führen kann, darunter Bluthochdruck, Vorhofflimmern und Herzinfarkt. Eigene vorangegangene Arbeiten der Forscher hatten zudem gezeigt, dass sich der Todeszeitpunkt bei Menschen mit Schlafapnoe, die plötzlich aufgrund von Herzleiden verstarben, häufiger in die Nachtstunden zwischen 22 Uhr abends und sechs Uhr verlagerte. Für die Allgemeinbevölkerung sei dies der am wenigsten wahrscheinliche Zeitraum für einen plötzlichen Herztod, so die Forscher.

Von einer Schlafapnoe sprechen Ärzte, wenn eine Person während des Schlafens mindestens fünf Mal pro Stunde für wenigstens zehn Sekunden mit dem Atmen aussetzt. Dazu geht die Schlafstörung meist mit lautem, unregelmäßigem Schnarchen einher, sowie Müdigkeit am Morgen und während des Tages.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wassergeburten genauso sicher

Eine Studie hat mögliche Komplikationen verschiedener Geburtsformen verglichen.

Blutgruppe 0 schützt vor Covid-19

Personen mit Blutgruppe 0 sind weniger anfällig für das neuartige Coronavirus.

Fettleber-Erkrankung ist immer gefährlich

Auch in einem frühen Stadium kann die Krankheit das Risiko für einen vorzeitigen Tod erhöhen.

O-Beine erhöhen die Arthrose-Gefahr

Übergewicht und eine Beinfehlstellung tragen massiv zur Entstehung von Arthrose bei.

Kann eine Vollnarkose zu Demenz führen?

Eine aktuelle Langzeitstudie kommt zu einem beruhigenden Ergebnis.

Frühere Erkältung schwächt Covid-19 ab

Wer bereits eine Infektion mit anderen Coronaviren durchgemacht hat, erkrankt oft weniger stark an Covid-19.

Corona: So stark leidet die Psyche

Depressionen und Angststörungen haben in den letzten Monaten massiv zugenommen.

Feiertage bringen Nussallergien ans Licht

Gerade an Halloween häufen sich allergischen Reaktionen bei kleinen Kindern.

Lässt sich Zöliakie vorbeugen?

Werden Babys schon früh mit glutenhaltiger Nahrung gefüttert, könnte der Krankheit vorgebeugt werden.

Masken tragen mit Lungenkrankheit?

Forscher geben Entwarnung: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist nicht gefährlich.

Arteriosklerose kann sich zurückbilden

Voraussetzung ist, die Blutfette unter einen bestimmten Zielwert zu senken.

Covid-19 ist tödlicher als Grippe

Die Todesrate ist dabei stark abhängig vom Alter, wie eine neue Metaanalyse zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen