Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Hirn-Veränderungen machen ungeschickt

Aktuelles

Älteres Paar beim Frühstücken, sie greift nach einem Brötchen in einem Brotkorb

Veränderungen im Gehirn beeinflussen, wie Ältere mit Objekten - z.B. auf einem gedeckten Frühstückstisch - umgehen.
© wildworx - Fotolia

Di. 18. Juni 2013

Hirn-Veränderungen machen im Alter ungeschickt

Der Schlüssel geht nicht mehr so leicht ins Schloss wie früher? Man will beim Mittagessen zur Soße greifen und stößt dabei an ein Glas? Mit zunehmendem Alter werden zielgerichtete Handbewegungen offenbar schwieriger. Eine Erklärung dafür haben jetzt US-amerikanische Forscher gefunden.

Anzeige

Mit dem Alter einhergehende Ungeschicklichkeiten scheinen demnach auf Umstellungen im Gehirn hinzudeuten. Dabei verändere sich, worauf man in seiner Umgebung hauptsächlich achtet, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Psychological Science. "Das beeinflusst auch, wie wir mit Objekten umgehen, zum Beispiel dem Geschirr auf dem Esstisch oder den Anzeigen auf dem Armaturenbrett eines Autos", sagt Richard Abrams, Koautor der Studie. Neben altersbedingten Veränderungen in Bezug auf Wahrnehmung und körperliche Fähigkeiten, könnte auch die Art, wie in der Nähe befindliche Dinge geistig dargestellt werden, zu den Schwierigkeiten bei bestimmten Aktionen beitragen.

Für die Versuche sollten die Teilnehmer einfache Handbewegungen ausführen, ähnlich dem Wählen beim Telefonieren. Ihre Aufgabe war, mit dem Zeigefinger von einer Startposition aus auf das mittlere von neun Kästen auf einem Monitor zu zeigen, wobei sie zum Teil von andersfarbig aufleuchtenden Kästen abgelenkt wurden. Aus den Ergebnissen ging hervor, dass sich ältere und jüngere Menschen deutlich darin unterscheiden, wie sie ihre Aufmerksamkeit steuern. Während sich jüngere Menschen eher auf die Hand konzentrieren, liege bei älteren Menschen der gesamte Körper im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit, schreiben die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Postnatale Depression betrifft auch Männer

Nicht nur Frauen können nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief fallen.

Blutdrucksenker gegen Alzheimer?

Der Wirkstoff Nilvadipin verbessert offenbar die Hirndurchblutung.

Hautkrebs-Diagnose durch Computer?

Künstliche Intelligenz schlägt Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs.

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Gewebepflaster für Herzerkrankungen?

Forscher haben künstliches Herzgewebe erfolgreich an Tieren getestet.

Riskant: Arzneimittel und Alkohol

Die Kombination führt immer häufiger zu Notaufnahmen, vor allem bei Personen über 40.

Höhere Bildung, niedriger Blutdruck

Je höher die Schulbildung, desto geringer sind oft auch Körpergewicht und Blutdruck.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen