Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Erhöhtes Krebsrisiko bei Herzschwäche

Aktuelles

Älterer, deprimiert wirkender Mann bekommt von Krankenschwester Trost zugesprochen

Bei Menschen mit Herzinsuffizienz wird zunehmend häufiger Krebs diagnostiziert.
© Rido - Fotolia

Mi. 26. Juni 2013

Erhöhtes Krebsrisiko bei Herzschwäche

Menschen mit Herzinsuffizienz überleben immer häufiger mit dieser Krankheit. Allerdings werde bei einer vorliegenden Herzschwäche auch zunehmend häufiger Krebs diagnostiziert, berichten US-Forscher online im Journal of the American College of Cardiology.

Anzeige

Die Forscher hatten für ihre Studie Krankenakten der Bevölkerung von Olmsted County im US-amerikanischen Bundesstaat Minnesota analysiert, darunter knapp 600 Patienten mit Herzinsuffizienz und eine ebensolche Zahl gesunder Personen. Betrachtet wurden zwei Zeiträume von jeweils elf Jahren. Patienten, deren Herzschwäche zwischen 1979 und 1990 diagnostiziert worden war, hatten ein um 48 Prozent erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Dagegen war die Krebsgefahr für Personen, deren Herzinsuffizienz zwischen 1991 und 2002 erkannt wurde, um 86 Prozent erhöht.

Die Wissenschaftler halten eine Reihe von Gründen für möglich. Zum einen könnte eine bessere Überwachung zu mehr Krebsdiagnosen führen. Denkbar sei aber auch, dass Nebenwirkungen von Medikamenten zur Behandlung der Herzkrankheit, durch die Krankheit verursachter Stress oder mit der Herzschwäche selbst in Zusammenhang stehende Prozesse wie Entzündungen eine Rolle spielen könnten, so die Forscher.

"Patienten mit Herzinsuffizienz leben nicht nur mit einer erhöhten Gefahr, an Krebs zu erkranken, sondern, sollte eine Krebserkrankung auftreten, auch daran zu sterben", sagt Veronique Roger, eine der Studienautoren. Deshalb sei es immens wichtig, bei der Behandlung der Herzschwäche nicht nur die Krankheit selbst zu behandeln, sondern den ganzheitlichen Blick zu schärfen, so die Autoren.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen