Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Bio-Milch enthält weniger Jod

Aktuelles

Halbgefüllte Milchkaraffe steht auf einer Kuhweide im Gras, im Hintergrund erkennt man eine Kuh

Bio-Milch enthält weniger Jod als Milch von konventionell gehaltenen Kühen. Das liegt an unterschiedlichem Futter.
© HappyAlex - Fotolia

Fr. 05. Juli 2013

Bio-Milch enthält weniger Spurenelemente

Bio-Milch enthält offenbar weniger Spurenelemente wie Zink, Jod, Kupfer und Selen als Milch von konventionell gehaltenen Kühen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie spanischer Wissenschaftler, die Milch aus beiden Haltungsarten auf ihre Inhaltsstoffe hin untersucht hatten.

Grund dafür sei, dass sich das Futter von biologisch und konventionell gehaltenen Tieren hinsichtlich der Nährstoffzusammensetzung unterscheide, so die Forscher. So erhalten Tiere in konventionellen Betrieben mineralische Futterzusätze, während Kühen auf Bio-Höfen lediglich die natürlich in der Erde enthaltenen Mineralstoffe zur Verfügung stehen.

Anzeige

Im Fall von Zink und Kupfer sehen die Forscher kein Problem, denn Milch stelle keine Hauptquelle für diese Spurenelemente dar. Anders verhalte es sich dagegen mit Jod, sagt Marta López von der Universität von Santiago de Compostela. Neben Milch ist Seefisch eine natürliche Jodquelle. Zudem sei in Ländern wie Spanien jodiertes Speisesalz eine Möglichkeit, den Jodbedarf zu decken. Diese Jodquellen stehen jedoch nicht allen Menschen in ausreichendem Maße zur Verfügung, so die Befürchtung der Forscher. Gerade für Kinder und ihre neurologische Entwicklung spiele daher auch das Jod aus der Milch eine wichtige Rolle. Gleiches gelte für Menschen, die sich sehr salzarm ernähren, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Food and Chemical Toxicology.

Dennoch haben sie eine Lösung parat, wie auch Bio-Bauern die Milch ihrer Kühe aufpeppen könnten. "Es gibt natürliche Jodquellen, die auch an Kühe in Bio-Haltung verfüttert werden können", sagt López. Algen zum Beispiel. Die Forscher haben nach eigenen Angaben die Verwendung dieser Meeresgewächse bereits erprobt und damit gute Erfolge erzielen können.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Depression: Viele Paare trennen sich

Die Erkrankung belastet auch den Partner und die Familie des Betroffenen.

Übergewicht sorgt bei Kindern für Asthma

Starkes Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Asthma bei Kindern.

Diabetes: Fruktose nicht gleich Fruktose

Fruchtzucker, der in Getränken steckt, erhöht das Diabetes-Risiko besonders.

Vorstellungskraft hilft, Ängste zu überwinden

Sich eine Bedrohung im Geiste genau vorzustellen, lässt sie kleiner werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen