Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Herzschutz der Sartane variiert

Aktuelles

Ältere Frau mit grauer Kurzhaarfrisur bei der Tabletteneinnahme

Gegen hohen Blutdruck verordnet der Arzt oft eine Kombination verschiedener Arzneimittel.
© WavebreakMediaMicro - Fotolia

Di. 09. Juli 2013

Sartane: Herzschutz der Blutdrucksenker variiert

Zwei blutdrucksenkende Wirkstoffe aus der Gruppe der Angiotensin-Rezeptorblocker, auch Sartane genannt, scheinen bei Diabetes-Patienten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker zu senken als andere Mittel dieser Gruppe. Dies berichten kanadische Forscher im Fachblatt Canadian Medical Association Journal (CMAJ).

Anzeige

Die Wirkstoffe, um die es geht, sind Telmisartan und Valsartan. Sie gehören wie Candesartan, Irbesartan oder Losartan zur Gruppe der Angiotensin-Rezeptorblocker. Diese werden als Alternative zu ACE-Hemmern für die Regulierung des Blutdrucks eingesetzt. Obwohl die Wirkstoffe austauschbar zu sein scheinen, habe sich in kleineren Studien angedeutet, dass Telmisartan über etwas andere Eigenschaften als die vergleichbaren Wirkstoffe verfüge und damit positiver auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems wirken könnte, so die Forscher.

Um herauszufinden, ob dies tatsächlich so ist, analysierten die Wissenschaftler Daten von über 54.000 Diabetikern in der kanadischen Provinz Ontario, die über 65 Jahre alt waren und über einen Zeitraum von rund neun Jahren Angiotensin-Rezeptorblocker eingenommen hatten. Sie fanden heraus, dass Telmisartan und Valsartan im Vergleich zu anderen Wirkstoffen dieser Gruppe für die Verwender mit einem geringeren Risiko einhergingen, wegen eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder einer Herzschwäche ins Krankenhaus eingewiesen zu werden. "Obwohl Angiotensin-Rezeptorblocker gemeinsame strukturelle Merkmale besitzen, gibt es pharmakologische Unterschiede zwischen den verschiedenen Medikamenten, die diesen Unterschied erklären könnten", sagen Dr. Tony Anoniou und seine Kollegen. Es wäre empfehlenswert, den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Wirkstoffen und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesfällen in weiteren Studien zu untersuchen, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Depression: Viele Paare trennen sich

Die Erkrankung belastet auch den Partner und die Familie des Betroffenen.

Übergewicht sorgt bei Kindern für Asthma

Starkes Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Asthma bei Kindern.

Diabetes: Fruktose nicht gleich Fruktose

Fruchtzucker, der in Getränken steckt, erhöht das Diabetes-Risiko besonders.

Vorstellungskraft hilft, Ängste zu überwinden

Sich eine Bedrohung im Geiste genau vorzustellen, lässt sie kleiner werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen