Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung ADHS: Hirnwellen-Test erleichtert Diagnose

Aktuelles

Grundschüler sitzt am Pult, hat einen Bleistift zwischen den Lippen und denkt nach

Einfach nur etwas hibbelig oder schon ADHS-Patient? Ein Hirnwellen-Test, der jetzt in den USA zugelassen wurde, soll diese Diagnose erleichtern.
© Christian Schwier - Fotolia

Mi. 17. Juli 2013

USA: Hirnwellen-Test zur ADHS-Diagnose zugelassen

Ist ein Kind nur eben etwas hibbeliger, unaufmerksamer oder aggressiver als andere Kinder, oder leidet es unter einer Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)? Dies zu unterscheiden fällt auch Ärzten nicht immer leicht. Ein neues, von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassenes Gerät könnte jetzt die Genauigkeit der Diagnosen verbessern, indem es die Gehirnaktivität der jungen Patienten misst.

Anzeige

Das Neuropsychiatric EEG-Based Assessment Aid-System, oder kurz NEBA-System, basiert auf einer Technik, die an sich nicht so neu ist: der Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns mittels Elektorenzephalographie (EEG). Durch Elektroden an der Kopfhaut lassen sich verschiedene Hirnstromwellen, die durch elektrische Impulse von Nervenzellen im Gehirn entstehen, unterscheiden sowie deren Häufigkeit pro Sekunde erfassen. Die Wissenschaftler konzentrierten sich dabei vor allem auf die sogenannten Theta- und Beta-Wellen, deren Verhältnis bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne diese psychische Erkrankung verändert ist.

"ADHS zu diagnostizieren ist ein mehrstufiger Prozess, der auf einer vollständigen medizinischen und psychischen Untersuchung basiert", sagt Christy Foreman von der FDA. Zu den gängigen Untersuchungen gehören neben dem Arztgespräch Fragebögen, körperliche Untersuchungen, Verhaltensbeobachtungen und IQ-Tests. Werde zusätzlich zu diesen klinischen Informationen das NEBA-System eingesetzt, könne dies helfen, mit größerer Sicherheit herauszufinden, ob ADHS die Ursache von Verhaltensproblemen sei, so Foreman.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lügensignale können trügen

Körpersignale, die auf Lügen hindeuten können, sind weit weniger eindeutig als oft gedacht.

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen