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Chirurgen bei der Arbeit

Teilen Chirurgen eine Spenderleber vor der Transplantation in zwei Stücke, können sie gleich zwei Menschenleben retten.
© Bergringfoto - Fotolia

Sa. 20. Juli 2013

Organspende: Eine Leber reicht für zwei Menschen

Bei einer sogenannten Splitleber-Transplantation können Ärzte mit nur einem Spenderorgan zwei Menschenleben retten – das eines Kleinkindes und das eines Erwachsenen. Für den Erwachsenen besteht durch die Teilung der Leber im Gegensatz zu früher kein erhöhtes Risiko mehr. Das berichten Forscher des Boston Children's Hospital, USA.

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Dank der Fähigkeit der Leber, Teile ihres Gewebes wieder neu zu bilden, ist es möglich, ein einzelnes Spenderorgan in zwei ungleich große Stücke aufzuteilen (Splitleber) und den kleineren Teil einem Kleinkind, den größeren einem Erwachsenen einzupflanzen. Heung Bae Kim, Direktor des Boston Children's Hospital und Mitautor der Studie, zufolge tragen Kleinkinder von allen Patienten, die auf eine Spenderleber warten, das höchste Sterberisiko. "Mehrere Dutzend Kinder sterben jährlich, während sie auf ein geeignetes Organ in der richtigen Größe warten", so Heung Bae Kim. Er glaubt, dass aber so gut wie jedes dieser Kleinkinder gerettet werden könnte. Dazu müsste lediglich die Anzahl der aufgeteilten Lebern von bisher 120 auf 200 pro Jahr erhöht werden. Das entspräche weniger als 4 Prozent der jährlich insgesamt verpflanzten Lebern.

Für die Studie analysierten die Forscher Daten von über 60.000 erwachsenen Transplantat-Empfängern über einen Zeitraum von 15 Jahren. Etwa 900 von ihnen erhielten eine Splitleber-Transplantation. Die Daten zeigen, dass seit 2002 bei den meisten Erwachsenen, die ein Split-Transplantat erhielten, die Misserfolgsrate nicht höher war als bei denen, die ein vollständiges Organ bekamen. Ausgenommen davon ist eine spezielle Gruppe von Hochrisikopatienten.

Fazit des Hauptautors der Studie, Ryan Cauley: "Da die Risiken, die einst mit dieser Methode verbunden waren, inzwischen vernachlässigbar sind, gibt es für einen Transplantationszentrum keinen Grund mehr, eine Splitleber abzulehnen."

PZ/KE/FH

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