Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Fischstäbchen: lieber backen als frittieren

Aktuelles

Fischstäbchen auf Alufolie

Im Ofen gebackene Fischstäbchen enthalten weniger Furane - Verbindungen, denen ein Krebs erregendes Potenzial nachgesagt wird.
© SINC

Fr. 26. Juli 2013

Fischstäbchen: lieber backen als frittieren

Immer wieder stehen bestimmte Stoffe in Lebensmitteln in der Kritik. So auch die Furane, die von der WHO mittlerweile als möglicherweise Krebs erregend für den Menschen eingestuft werden. Spanische und portugiesische Forscher berichten nun im Fachjournal "Food and Chemical Toxicology", dass im Ofen gebackene Fischstäbchen weniger Furane enthalten als in der Pfanne frittierte.

Anzeige

Die Wissenschaftler der Universitäten von Porto, Portugal, und Extremadura, Spanien, hatten verschiedene Varianten der Zubereitung des beliebten Fisch-Snacks untersucht. Beim Backen entstanden demnach weniger gesundheitsschädliche Verbindungen aus der Gruppe der Furane als beim Frittieren. Die Forscher stellten fest, dass die Menge der Furane zudem vom verwendeten Öl abhängig ist. Nutzt man Olivenöl, entstehen beim Frittieren dreimal mehr Furane als beim Backen. Bei Sonnenblumenöl fanden die Forscher in frittierten Fischstäbchen immerhin noch die doppelte Menge an Furanen. Am allerwenigsten Furane enthielten in der Mikrowelle aufgewärmte Fischstäbchen.

María Trinidad Pérez-Palacios, eine der Forscherinnen, ergänzt: "Die Menge an Furanen ist geringer, wenn die Temperaturen niedriger und die Frittier-Zeiten kürzer sind. 4 Minuten bei 160 ºC reichen aus." Zudem sinke die Menge, wenn man nach der Zubereitung rund zehn Minuten warte, ehe man die Stäbchen verzehre.

Derzeit gibt es noch keine Obergrenzen für Furan-Gehalte in Lebensmitteln. Allerdings empfehlen viele Hersteller auf den Verpackungen die schonendere Zubereitung im Ofen. Diese gesündere, Furan-ärmere Zubereitung hat allerdings auch einen Wermutstropfen: Da Furane Geschmacksträger sind, geht so auch Aroma verloren.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen