Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Migräne: Hirnarterien anders verknüpft

Aktuelles

Junge Frau sitzt im Bett und hält sich die Hände an den Kopf

Migräne-Kopfschmerz scheint nicht nur durch abnorme Signale von Nervenzellen ausgelöst zu werden. Auch die Anordnung von Blutgefäßen im Hirn scheint eine Rolle zu spielen.
© Doreen Salcher - Fotolia

Mo. 29. Juli 2013

Migräne: Hirnarterien anders verknüpft

Bei Migränepatienten sind Arterien im Gehirn häufig anders angeordnet als bei Gesunden. Der dadurch veränderte Blutfluss soll Migräneattacken auslösen, sagen Forscher aus Philadelphia, USA.

Anzeige

Um die Blutversorgung des Gehirns sicherzustellen, sind die großen Hirnarterien im sogenannten Willis-Kreis verknüpft. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von Blutgefäßen, das in spezieller Weise angeordnet ist. In den Gehirnen der untersuchten Migräniker fehlten häufig Teile des Willis-Kreises, insbesondere bei Patienten, die eine Migräne mit Aura hatten. Die Unterschiede im Aufbau ändern den Blutfluss im Gehirn. Sie könnten das Gehirn empfindlicher gegenüber Änderungen des Blutflusses machen und dazu führen, dass die Nervenzellen abnorme Signale senden, die eine Migräneattacke auslösen.

Studienautor John Detre präzisiert die Ergebnisse weiter: "Abnormalitäten sowohl im Willis-Kreis als auch im Blutfluss fielen besonders im hinteren Teil des Gehirns auf, wo der visuelle Cortex liegt." Dies könnte erklären, warum die meisten Auren aus visuellen Symptomen wie dem Sehen von Punkten, Wellenlinien oder Verzerrungen bestehen. Dass eine Migräneattacke durch abnorme Signale der Nervenzellen ausgelöst wird, war bereits vorher bekannt; neu ist die Rolle der Blutgefäße in diesem Zusammenhang. Der Willis-Kreis wurde nach dem britischen Arzt Thomas Willis benannt, der dieses Netzwerk im 17. Jahrhundert erstmals beschrieb.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Gewebepflaster für Herzerkrankungen?

Forscher haben künstliches Herzgewebe erfolgreich an Tieren getestet.

Riskant: Arzneimittel und Alkohol

Die Kombination führt immer häufiger zu Notaufnahmen, vor allem bei Personen über 40.

Höhere Bildung, niedriger Blutdruck

Je höher die Schulbildung, desto geringer sind oft auch Körpergewicht und Blutdruck.

Energy Drinks - ein Gesundheitsrisiko?

Das BfR warnt Kinder und Jugendliche vor dem Konsum großer Mengen an Energy Drinks.

So wichtig ist gesundes Essen im Job

Es lohnt sich, auch während der Arbeitszeit auf das Essverhalten zu achten.

Tagsüber fasten gegen Übergewicht

Fasten wie im Ramadan könnte helfen, überschüssige Pfunde abzubauen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen