Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Speichel verrät Krankheiten

Aktuelles

Hand nimmt mit Wattestäbchen Speichelprobe aus einem Mund

Ärzte könnten Krankheiten in Zukunft über eine Speichelprobe diagnostizieren.
© PeJo - Fotolia

Di. 30. Juli 2013

Speichel verrät Krankheiten

Schwedische Forscher haben bestimmte Bestandteile des Speichels in Zusammenhang mit dem Auftreten von Krankheiten gebracht. In Zukunft könnte dies die Diagnose erleichtern.

Anzeige

Wer eine entzündliche Krankheit hat, dazu gehören zum Beispiel einige Krebsarten, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, produziert bestimmte Stoffe, die in den Speichel gelangen. Die Wissenschaftler konnten diese Stoffe nachweisen und daran erkennen, dass eine solche Krankheit vorliegt. Dies ist ein vielversprechender Ansatz für die Diagnose. "Statt zum Arzt zu gehen, können Patienten in Zukunft mit einem Wattestäbchen einen Abstrich ihres Mundes machen und zur Untersuchung einsenden", erklärt Björn Klinge von der Universität Malmö die Anwendung. Wenn der Test auf eine Krankheit hinweise, würde der Patient danach zu einem Arztbesuch aufgefordert. Nicht nur, dass Ärzte und Patienten Zeit und Geld sparen würden; diese einfache Methode erlaubt es auch, bei Menschen, die durch das momentane System nicht erreicht werden, eine gesundheitliche Untersuchung durchzuführen.

Bisher gibt die Methode nur Auskunft darüber, dass ein Patient an einer entzündlichen Erkrankung leidet, aber nicht, an welcher und wo diese sitzt. Die Wissenschaftler arbeiten nun daran, das Verfahren zu verfeinern, besonders im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie rechnen damit, das System in etwa fünf bis zehn Jahren einsetzen zu können.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen