Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schulerfolg durch einfühlsame Erziehung

Aktuelles

Vater hilft seinem Sohn bei den Hausaufgaben

Es ist hilfreicher, wenn Eltern bei Hausaufgaben angemessenes Feedback geben und Lösungsvorschläge machen, anstatt die Aufgaben für das Kind zu lösen.
© Tatyana Gladskih - Fotolia

Fr. 02. August 2013

Frühgeborene: Schulerfolg durch einfühlsame Erziehung

Wenn Eltern ihre früh geborenen Kinder im Grundschulalter besonders einfühlsam unterstützen, können sie damit negative geistige Folgen der Frühgeburt ausgleichen. Ein deutsch-britisches Forscherteam beobachtete bessere Schulleistungen bei früh geborenen Jugendlichen, denen als Kind eine einfühlsame und geistig stimulierende Erziehung zuteil geworden war.

Anzeige

Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder sich besser konzentrieren und selbst kontrollieren können, wenn sich die Eltern ihnen gegenüber einfühlsam verhalten, so die Psychologin Dr. Julia Jäkel von der Ruhr-Universität Bochum. Einfühlsame Erziehung bedeutet für die Forscher, dass die Eltern ihre Erziehung individuell dem Verhalten und den Reaktionen des Kindes anpassen. "Zum Beispiel indem sie bei Hausaufgaben angemessenes Feedback geben und Lösungsvorschläge machen, anstatt die Aufgaben für das Kind zu lösen", sagt Professor Dieter Wolke von der University of Warwick in Großbritannien. Von geistig stimulierender Erziehung sprechen die Forscher, wenn Eltern sich um Aktivitäten bemühen, die Kinder zum Denken anregen, zum Beispiel vorlesen oder gemeinsam puzzeln.

Die Studie ergab zudem, dass eine geistig stimulierende Erziehung nicht nur für Frühgeborene sondern auch für normal geborene Kinder förderlich war. Eine einfühlsame Erziehung hingegen hatte auf den Schulerfolg von Kindern, die nach regulärer Schwangerschaftsdauer zur Welt gekommen waren, wenig Einfluss.

Die Wissenschaftler hatten untersucht, welchen Einfluss das Verhalten der Eltern im 6. Lebensjahr der Kinder auf deren Schulleistung im Alter von 13 Jahren hatte. Die Daten der rund 650 Kinder stammen aus der "Bayerischen Entwicklungsstudie", die die Kinder von der Geburt bis ins Erwachsenenalter begleitet. Frühgeborene Kinder haben ein erhöhtes Risiko, neurologisch beeinträchtigt und langfristig schwach in der Schule zu sein.

RUB/JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Grenze zwischen Job und Freizeit ziehen

Verwischen die Grenzen, wirkt sich das negativ auf das Wohlbefinden aus.

Opioid-Dosis nach OP reduzieren?

Patienten benötigen offenbar deutlich weniger Opioide, als Ärzte ihnen verordnen.

Soja hilft bei Brustkrebstherapie

Bestimmte Lebensmittel könnten die Nebenwirkungen einer Krebstherapie lindern.

Handy, PC: Gewicht und Schlaf leiden

Nutzen Kinder die Geräte oft vor dem Zubettgehen, geraten Sie in eine Art Teufelskreis.

Hitzewallung: Vorbote für Diabetes?

Ein Symptom der Wechseljahre deutet auf die Zuckerkrankheit hin.

Sport bei schlechter Luft ist ungesund

Für Herz und Lunge ist es besser, sich in ländlichen Gebieten zu bewegen.

Täglicher Frust sorgt für Albträume

Wer unzufrieden ist, leidet häufig unter wiederkehrenden Albträumen.

Migräne: Neue Therapie in Sicht

Ein neues Medikament zeigt bei vielen Patienten eine gute Wirkung.

Impfstoff nicht in den Muskel spritzen?

Forscher haben untersucht, wie Impfungen besser vor Krankheiten schützen könnten.

Schlafapnoe mit Cannabis behandeln?

Eine Substanz, die in Cannabis vorkommt, reduziert nächtliche Atemaussetzer.

USA: Sehr viele Kinder mit 35 fettleibig

Wenn sich nichts ändert, könnten über die Hälfte aller Kinder als Erwachsene betroffen sein.

Fettverteilung sagt Herz-Risiko voraus

Bauchfett gilt als besonders gefährlich, vor allem für Frauen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen