Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit Ultraschall gegen Venengeschwüre

Aktuelles

Junge Frau passt einer älteren einen Kompressionsstrumpf an und nimmt dazu Maß

Gut sitzende Kompressionsstrümpfe helfen schwachen Venen. Gegen Venengeschwüre könnte bald zusätzlich Ultraschall eingesetzt werden.
© klick61 - Fotolia

Sa. 03. August 2013

Mit Ultraschall gegen Venengeschwüre

Die Reparatur entzündeter Gewebe kann durch Ultraschall beschleunigt werden. Forscher der Drexel University in Philadelphia, USA, haben nun eine günstige und praktische Anwendungsform entwickelt und erfolgreich getestet.

Anzeige

Nach vier Wochen Ultraschall-Anwendung hatte sich die Größe der behandelten Beinvenengeschwüre verringert, während sich die auf herkömmliche Weise therapierten Wunden sogar noch vergrößert hatten. Am besten wirksam war eine Behandlungsdauer von 15 Minuten bei niedriger Frequenz, die zu einer kompletten Heilung nach vier Anwendungen führte. Das verwendete Ultraschallgerät wiegt nur 100 Gramm und wird wie ein Pflaster getragen. Es kann damit vom Patienten selbst zu Hause und auch mit Kompressionsstrümpfen zusammen angewandt werden.

Da das Gerät an nur fünf Patienten getestet wurde, müssen noch weitere Studien durchgeführt werden, um die Anwendung genauer zu erforschen. Die Wissenschaftler versuchen nun, mit Tests an Zellen herauszufinden, wie die Ultraschallwirkung zustande kommt. Außerdem arbeiten sie daran, das Ultraschallgerät ihrer Methode auch für andere Arten von Wunden nutzbar zu machen.

Venengeschwüre entstehen, wenn die Venen nicht richtig arbeiten und sich das Blut in den Beinen staut. Durch diese Stauung können Eiweiße und Zellen aus der Vene in das umliegende Gewebe gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Die derzeitige Standardtherapie besteht aus einer Überwachung der Schwellung, einer guten Wundpflege, Infektionsvermeidung und einer Therapie mit Kompressionsstrümpfen. Trotz dieser Methoden dauert es dennoch oft Monate oder sogar Jahre bis die Wunden geheilt sind.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Typ-1-Diabetes in Zukunft heilbar?

Forscher haben einen neuen Ansatz für eine Therapie entwickelt.

Bindehautentzündung oft falsch behandelt

In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotikum nicht sinnvoll.

Impfung gegen hohe Cholesterinwerte?

Forscher tüfteln an einer Behandlung, mit der sich die Werte langfristig senken lassen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Bestimmte Übungen helfen genauso effektiv wie Physiotherapie.

Schlaganfall: Reiten hilft bei der Genesung

Das gilt sogar noch Jahre nach dem Hirnschlag, wie eine neue Studie zeigt.

Vergiftungsgefahr durch Holzkohlegrills

Wer die Grills in Innenräumen verwendet, geht ein hohes Risiko ein.

Fluglärm stört Herz und Blutdruck

Die Gesundheit leidet besonders, wenn der Lärm nachts auftritt.

Autismus durch Fieber bei Schwangeren?

Besonders hoch ist das Risiko im zweiten Abschnitt der Schwangerschaft.

Hunde helfen bei Brustkrebs-Forschung

Tumorgewebe von Hündinnen ähnelt dem Gewebe von Brustkrebs beim Menschen.

Blutzucker über Wochen kontrollieren?

Das könnte bald mit einer einmaligen Injektion möglich sein.

Sind gute Freunde wichtiger als Familie?

Das könnte vor allem für ältere Menschen gelten, wie zwei Studien zeigen.

Ausschlafen schadet der Gesundheit

Experten sprechen von einem sozialen Jet-Lag durch veränderte Bettzeiten am Wochenende.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen