Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Neuer Test: Asthma-Risiko bei Kindern

Aktuelles

Mädchen im Grundschulalter bekommt beim Arzt den Rücken mit Stethoskop abgehorcht während sie hustet

Mit einem Stethoskop kann der Arzt die Lunge abhorchen. Die Atemgeräusche geben Hinweise auf Krankheiten wie Asthma.
© Ilike - Fotolia

Mo. 12. August 2013

Modell kann Asthma-Risiko bei Kindern vorhersagen

Viele Kleinkinder haben dauernd Husten oder entwickeln während einer Erkältung eine keuchende oder pfeifende Atmung. Bei den meisten sind dies aber vorübergehende Probleme und nur wenige dieser Kinder entwickeln im Verlauf tatsächlich Asthma. Ein an der Universität Bern entwickeltes Vorhersage-Modell ermöglicht es, bei Kleinkindern das spätere Asthma-Risiko zu bestimmen.

Anzeige

Das Modell der Forscher besteht aus zehn Faktoren, die auf einer Skala höchstens 15 Punkte ergeben können. Die Faktoren umfassen Geschlecht, Alter und Asthma der Eltern, vor allem aber eine genaue Beschreibung der vorhandenen Beschwerden. Bluttests oder Laboruntersuchungen sind nicht nötig. "Unsere Methode ist einfach und kann von jedem Kinderarzt oder jeder Hausärztin innert weniger Minuten angewendet werden – und ist dennoch verlässlicher und aussagekräftiger als bisherige Modelle", berichtet Aniña Pescatore vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern.

Pescatore und Kollegen hatten Daten von ein- bis dreijährigen Kindern aus England ausgewertet, die wegen häufigem Husten oder pfeifender Atmung ihren Arzt besuchten. Basierend auf den Symptomen der Kleinkinder erstellte die Forschergruppe ein Modell, welches hilft, vorherzusagen, ob die Kinder fünf Jahre später an Asthma leiden oder nicht. Der überwiegende Teil der 1.226 untersuchten Kleinkinder mit chronischem Husten und pfeifender Atmung hatte vorübergehende Probleme, die bis zum Schulalter verschwunden waren. Nur 345 Kinder hatten noch im Schulalter Asthma – dies entspricht 28 Prozent.

Uni Bern/JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind Blüten im Essen unbedenklich?

Einige Wildblüten enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können.

Neue Therapie für Restless Legs?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms könnte künftig zielgenauer und besser werden.

Blutfette auch bei Kindern kontrollieren

Zu hohe Cholesterinwerte sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr.

Frühstücken schützt vor Diabetes

Wer häufig das Frühstück auslässt, erkrankt eher an Typ-2-Diabetes.

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Inkontinenz: Für viele Frauen ein Tabu

Fast jede zweite Frau über 50 leidet darunter, die wenigsten suchen sich jedoch Hilfe.

Schnell wieder schwanger?

Das birgt Risiken, mahnen Ärzte und erklären, wie lange Frauen warten sollten.

Hirngröße beeinflusst das Krebsrisiko

Der Lebensstil spielt bei Hirntumoren offenbar nur eine untergeordnete Rolle.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen