Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Risiko-Rechner für Venenthrombosen

Aktuelles

Senior sitzt mit einem seitlich ausgestreckten Bein und einem angewinkelten auf blauer Gymnastikmatte und macht eine Streckübung

Moderater Sport hält die Venen gesund.
© apops - Fotolia

Do. 15. August 2013

Forscher entwickeln Risiko-Rechner für Venenthrombosen

Wer schon einmal eine Venenthrombose oder Lungenembolie hatte, also einen durch ein Gerinnsel ausgelösten Gefäßverschluss in Vene oder Lunge, trägt ein erhöhtes Risiko, dass es noch einmal dazu kommt. Wie wahrscheinlich das genau ist, lässt sich jetzt mit einem neuen Risiko-Rechner vorhersagen.

Anzeige

Österreichische Forscher der Universität Wien hatten den Risiko-Rechner im Rahmen einer großangelegten Thrombosestudie entwickelt. Er basiere auf drei Faktoren, wie Sabine Eichinger-Hasenauer von der MedUni Wien erläutert: Dem Geschlecht des Patienten, der Stelle, an der die Thrombose aufgetreten ist und der Menge eines speziellen Stoffes im Blut, dem sogenannten D-Dimer. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die durch den Abbau von Fibrin entsteht. Fibrin ist ein natürlicher Klebstoff, der bei der Entstehung von Blutgerinnseln mitwirkt. Das D-Dimer jedenfalls habe eine große Bedeutung, wenn es darum gehe, einen tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie festzustellen oder aber auszuschließen, so die österreichischen Wissenschaftler. Auch spiele es eine wichtige Rolle für den Versuch, die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Erkrankung vorherzusagen.

Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist eine Therapie mit gerinnungshemmenden Mitteln notwendig. Dies kann eine sehr lange, zum Teil sogar lebenslange Einnahme von Medikamenten nach sich ziehen – mit dem Risiko entsprechender Nebenwirkungen. So sei die Gefahr von Blutungen nicht zu unterschätzen, betonen die Wissenschaftler. Mithilfe des Risiko-Rechners sei es nun möglich, das Wiederholungsrisiko und die notwendige Behandlungsdauer besser abzuschätzen und die Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten, wenn möglich, zu verkürzen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

JQ1 lässt Hodenkrebs schrumpfen

Ein neuer Arzneistoff wirkt im Tierversuch bei schwer behandelbaren Krebsformen.

Arzneistoff-Duo dreht Krebs den Saft ab

Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Diabetesmittel Metformin.

Empfindliche Keime trotzen Antibiotika

Eine Art Nachbarschaftshilfe sorgt dafür, dass manche Bakterien überleben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen