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Fitte Seniorin mit grauen Kurzhaarschnitt im Fitnessstudio (Frontalbild) auf dem Fahrrad im Hintergrund zwei Männer

Auf Sport sollten Menschen mit Schlafstörungen nicht verzichten, denn er sorgt langfristig für besseren Schlaf.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 16. August 2013

Sport sorgt für guten Schlaf – aber nicht sofort

"Wer sich tagsüber auspowert, schläft nachts wie ein Stein." Diese Losung mag für Gesunde gelten. Für Menschen mit bestehenden Schlafproblemen ist es nicht ganz so einfach. Zwar ist Ausdauersport auch für sie ein gutes und nebenwirkungsfreies Mittel gegen schlaflose Nächte. Der positive Effekt zeigt sich jedoch erst auf längere Sicht, wie US-amerikanische Forscher berichten.

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Tägliches, 45-minütiges Laufbandtraining verbessere Schlafprobleme demnach erst nach vier Monaten, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Journal of Clinical Sleep Medicine. Der Grund für diese zeitliche Verzögerung sei, dass Schlafmangel die Gehirnaktivität erhöhe und es eine gewisse Zeit brauche, bis sich diese wieder einigermaßen normalisiert habe, so die Erklärung. "Man muss durchhalten und darf sich nicht entmutigen lassen", rät die Hauptautorin der Studie, Kelly Glazer Baron von der Northwestern University in Illinois, USA.

Doch so einfach ist das gar nicht. Die Forscher fanden nämlich auch heraus, dass der Schlaf wiederum auch die körperliche Aktivität beeinflussen könne. So vermindern schlaflose Nächte offenbar die Bereitschaft, aktiv zu werden - und dies sogar ziemlich direkt. Testpersonen, die in der Nacht zuvor schlecht geschlafen hatten, machten am Tag darauf weniger Sport, berichten die Wissenschaftler. Schlechter Schlaf ändere nichts an der Fitness selbst, doch werde die Anstrengung anders wahrgenommen und man fühle sich schneller erschöpft, so die Forscher.

Von Schlafstörungen sind am häufigsten mittelalte bis ältere Frauen betroffen. Daher hatten Baron und ihre Kollegen für die Studie tägliche Schlaf-Daten von elf Frauen im Alter von 57 bis 70 Jahren ausgewertet. Die Forscher glauben, dass die Studienergebnisse jedoch auch für Männer gültig seien.

HH/FH

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