Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Insulinpumpen sind Spritzen überlegen

Aktuelles

Bauch eines Jugendlichen, der am Gürtel eine Insulinpumpe trägt, die er gerade bedient

Mit Insulinpumpen können junge Typ-1-Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel besser kontrollieren. Zudem treten weniger Komplikationen auf als bei einer herkömmlichen Therapie mit Insulin-Spritzen.
© b4producer - Fotolia

Mo. 19. August 2013

Typ-1-Diabetes: Insulinpumpen sind überlegen

Mit Insulinpumpen lässt sich der Blutzuckerspiegel von Kindern mit Typ-1-Diabetes besser kontrollieren und es treten weniger Komplikationen auf als bei der herkömmlichen Insulintherapie. Dies hat sich in einer langen und großangelegten Studie australischer Wissenschaftler gezeigt.

Bei den Kindern, die eine Insulinpumpe trugen, sank der Langzeitblutzuckerwert HbA1c um 0,6 Prozent. Der verbesserte Wert gegenüber den Kindern, die Insulin spritzten, blieb über sieben Jahre bestehen. Außerdem reduzierten sich die Fälle schwerer Unterzuckerungen von durchschnittlich 14,7 auf 7,2 Ereignisse pro 100 Patienten pro Jahr. Unter der Pumpentherapie halbierten sich auch die Krankenhauseinlieferungen aufgrund von Ketoazidose, einer Stoffwechselstörung bei Insulinmangel.

Anzeige

Die Ergebnisse zeigen, dass die Pumpentherapie zu einer verbesserten Blutzuckerkontrolle führt, die über mindestens sieben Jahre aufrechterhalten bleibt, so die Forscher. "Kinder und Jugendliche mit einer schlechten Blutzuckerkontrolle zeigten die größte Senkung des HbA1c unter Insulinpumpentherapie", ergänzt Elizabeth Davis von der University of Western Australia.

Für die Studie waren 345 Typ-1-Diabetiker zwischen 2 und 19 Jahren unter Pumpentherapie untersucht und mit einer Kontrollgruppe, die Insulin spritzte, verglichen worden. Nach Beginn der Therapie wurden sie bis zu 10 Jahre lang beobachtet. Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden, so dass die Patienten auf eine Therapie mit Insulin angewiesen sind. Insulinpumpen sind Geräte, die am Körper getragen werden und über einen Katheter voreingestellte Mengen von Insulin abgeben können. Sie werden zunehmend bei Kindern eingesetzt.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So müssen wir uns im Jahr 2050 ernähren

Die Essgewohnheiten der Menschen müssen sich radikal ändern, sagen Forscher.

Bewegung schärft das Gedächtnis

Wer körperlich aktiv ist, erkrankt seltener an Demenz.

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen