Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Keine Angst vor Spinnenbissen

Aktuelles

Kreuzspinne im Netz

Der Biss einer Spinne kann einem Insektenstich ähneln.
© Svenja98 - Fotolia

Sa. 24. August 2013

Keine Angst vor Spinnenbissen

Medienberichte über gefährliche Spinnen schreckten in den vergangenen Jahren immer wieder Menschen auf. Doch Schweizer Forscher geben Entwarnung: Spinnenbisse sind harmloser als angenommen.

Die Forscher hatten 14 gemeldete Spinnenbisse untersucht. In der Regel riefen sie nur leichte Symptome wie schwache Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen hervor. In zwei Fällen wurden ältere Frauen wegen etwas stärkerer Schmerzen zur Sicherheit ins Krankenhaus geschickt. Doch selbst bei ihnen verschwanden die Symptome innerhalb von Stunden ohne Nachwirkungen. Die Bisse stammten von fünf einheimischen Arten, zu denen unter anderem die Hauswinkelspinne gehört.

Anzeige

Nicht nur in der Bevölkerung herrscht Angst vor Spinnenbissen. Auch Ärztinnen und Ärzte überschätzten die Bisse, da sie zu wenig geschult seien, um diese tatsächlich zu erkennen. Vieles, was wie ein Spinnenbiss aussehe, sei in Wirklichkeit keiner. Wissenschaftlich gesehen kann ein Spinnenbiss nur dann als solcher bezeichnet werden, wenn die Spinne beim Biss beobachtet wurde, gleich danach gefangen und von einem Experten identifiziert wurde und drittens müsse der Biss typische Symptome hervorrufen, so Wolfgang Nentwig vom Insitut für Ökologie und Evolution der Universität Bern.

In Europa sind 4500 Spinnenarten heimisch. Viele davon sind groß genug, um den Menschen zu beißen und dabei die Hautschichten zu durchdringen. "Dennoch beißen sie kaum, obwohl viele davon in der Nähe des Menschen und auch im Haus leben", betont der Spinnenforscher. Zudem rufen Spinnenbisse nur leichte Symptome hervor. Weltweit wurde seit 50 Jahren kein Todesfall wegen einer giftigen Spinne registriert - auch nicht in Ländern wie Brasilien oder Australien, wo die gefährlichsten Spinnen beheimatet sind.

Uni Bern/JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Menopause kann das Herz belasten

Treten mehrere Wechseljahresbeschwerden auf, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Metformin könnte vor Demenz schützen

Das bekannte Diabetes-Medikament schützt möglicherweise auch vor geistigem Verfall.

Tabak: 1,9 Millionen Herztode pro Jahr

20 Prozent aller Todesfälle durch die koronare Herzkrankheit gehen auf das Konto von Tabak.

Senioren sind heutzutage fitter

Vor 30 Jahren waren ältere Menschen lange nicht so leistungsfähig wie heute.

Gesund Essen ist wichtiger als der BMI

Eine gesunde Ernährung ist für die Gesundheit wichtiger, als die Zahl auf der Waage.

Schwangerschaft verzögert MS

Bei Frauen, die ein Baby kriegen, treten Symptome einer Multiplen Sklerose erst später auf.

Medikament gegen Magersucht

Ein Leptin-haltiges Arzneimittel könnte Patienten helfen, die unter einer Essstörungen leiden.

7 Punkte senken den Blutdruck

Wer sie im mittleren Alter beherzigt, hat später ein deutlich niedrigeres Risiko für Bluthochdruck.

Wie ähnlich sind sich Depression und Angst?

Immunsystem und Fettstoffwechsel der Patienten zeigen deutliche Unterschiede.

Weniger Kalorien, längeres Leben

Wie die Ernährung und die Körpertemperatur die Lebensdauer beeinflussen.

Achtsames Atmen gegen Bluthochdruck

Langsames und bewusstes Atmen mildert Stress und könnte auch den Blutdruck senken.

Sprachtherapie nach Schlaganfall

Eine neue Studie zeigt, dass eine kurze und intensive Therapie nicht unbedingt die beste ist.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen