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Eine körpereigene Substanz könnte dazu beitragen, Gedächtnisschwund im Alter vorzubeugen.
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Mo. 02. September 2013

Demenz: Spermidin reinigt die Hirnzellen

Eine natürliche Substanz mit dem Namen Spermidin ist offenbar in der Lage, Demenz zu stoppen. Das konnten Forscher der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Kollegen der Karl-Franzens-Universität Graz in Versuchen mit Fruchtfliegen zeigen.

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Die Biologen konnten nachweisen, dass das Spermidin einen Reinigungsprozess in den Hirnzellen auslöst: Nachdem den Fruchtfliegen Spermidin zugefüttert wurde, verringerte sich die Menge von verklumptem Eiweiß in ihren Gehirnen deutlich, das als Ursache für Demenz vermutet wird. Es wurde zusammen mit weiterem zellulären Abfall den Lysosomen, den Verdauungsapparaten in Zellen, zugeführt und dort aufgelöst. Dadurch nahm die Erinnerungsfähigkeit der Fliegen wieder zu - bis auf jugendliches Niveau.

Erinnerungsprozesse bei Tieren wie Fliegen oder Mäusen sind denen des Menschen ähnlich und auch die Eiweiß-Zusammenballungen reichern sich gleichermaßen in den Gehirnen an. Sollte es gelingen, mit Spermidin als Nahrungsergänzung das Einsetzen von Demenzerkrankungen beim Menschen zu verzögern, würde dies für den einzelnen Patienten und die Gesellschaft einen Durchbruch bedeuten. Spermidin kommt im gesamten Körper vor und ist an Wachstumsprozessen beteiligt. Mit zunehmendem Alter findet sich jedoch immer weniger davon im Organismus. Studien mit Patienten sind das nächste Ziel der Wissenschaftler aus Graz und Berlin.

RF

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