Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Kleine OP senkt Bluthochdruck

Aktuelles

Jüngere dunkelhaarige Ärztin misst älterem Patienten den Blutdruck

Bluthochdruck wird meist mit einer Kombination verschiedener Medikamente behandelt.
© Kadmy - Fotolia

Do. 05. September 2013

Kleine OP senkt Bluthochdruck zuverlässig

Britische Forscher der Universität von Bristol haben einen vollkommen neuen Weg gefunden, wie sich der Blutdruck mit einem chirurgischen Eingriff senken ließe: Durch das Kappen der Verbindung eines etwa reiskorngroßen Nervenknotens zum Gehirn.

Anzeige

Der Nervenknoten, um den es sich dreht, wird von Wissenschaftlern Glomus caroticum genannt. Er sitzt seitlich der rechten und linken Halsschlagader (Arteria carotis) und scheint bei der Entstehung und Regulierung von Bluthochdruck eine wichtige Rolle zu spielen. Wurde seine Verbindung zum Gehirn bei Nagetieren mit Bluthochdruck entfernt, sank der Blutdruck ab und blieb auf einem niedrigen Niveau, wie die Wissenschaftler um Professor Julian Patson im Fachblatt Natural Communication berichteten.

"Wir hatten keine Ahnung, dass diese kleinen Organe so massiv zur Entstehung von Bluthochdruck beitragen", sagt Paton. Bekannt ist, dass die Carotis-Körper stark durchblutet sind und die Zusammensetzung des Blutes messen, um die Mengen an Sauerstoff und Kohlendioxid zu regulieren. Sie werden stimuliert, wenn der Sauerstoffgehalt des Blutes fällt, wie es zum Beispiel beim Luftanhalten der Fall ist. In diesem Fall wird die Atmung beschleunigt und der Blutdruck steigt an, bis sich der Sauerstoffspiegel wieder normalisiert hat.

Schon Ende der 1990er Jahre hatten die Wissenschaftler mit Forschungsarbeiten in diesem Bereich begonnen. Erste Ergebnisse aus klinischen Studien mit Patienten erwarten sie bis Ende des Jahres. Noch bleibt es für Betroffene allerdings bei den bewährten Therapie-Alternativen mit blutdrucksenkenden Medikamenten und dem Rat zu einer herzgesunden Lebensweise.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Epilepsie: Anfallsrisiko ist wetterabhängig

Sommerliche Temperaturen sind für Epileptiker offenbar ideal.

Fettleber nicht nur durch Alkohol

Übergewicht und wenig Bewegung sind ebenfalls Risikofaktoren.

Medikamente bringen das Herz aus dem Takt

Einige Wirkstoffe können zu gefährlichen Herzrhythmusstörung führen.

Herzschwäche: Auf das Gewicht achten

Zeigt die Waage plötzlich mehr an, kann das auf eine schlechtere Herzfunktion hinweisen.

Italien erlässt Gesetz zur Impfpflicht

Kinder sollen obligatorisch gegen 12 Infektionskrankheiten geimpft werden.

Schwanger dank Röntgenuntersuchung?

Eine spezielle Untersuchung könnte Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch helfen.

Täglich ein Wasser statt Limo hält schlank

Damit lässt sich das Risiko für Übergewicht deutlich reduzieren.

Jeden Tag sterben 3000 Jugendliche

Verkehrsunfall, Selbstmord, Gewalt: Die Ursachen sind sehr oft vermeidbar.

Verhütung mit pflanzlichen Stoffen?

Eine Kombination aus zwei Wirkstoffen ist in der Lage, Spermien auszubremsen.

Europa: Wer trinkt am meisten Alkohol?

Forscher haben eine Übersichtsstudie zum Alkoholkonsum erstellt.

Zink-Tabletten verkürzen Erkältung

Dazu muss das Spurenelement bei den ersten Krankheitszeichen eingenommen werden.

Arthroskopie: Tabu bei Knieproblemen?

Die Operation bringt offenbar keinen Nutzen, hat dafür aber Risiken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen