Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Parkinson-Diagnose per Unterschrift

Aktuelles

Frau um die 60 mit Brille schreibt etwas aus einem Buch ab

Menschen mit Parkinson schreiben anders als Gesunde. Mithilfe der Handschrift lässt sich die Krankheit daher diagnostizieren.
© larisap - Fotolia

Mi. 11. September 2013

Parkinson-Diagnose per Unterschrift

Wissenschaftler haben einen einfachen und nebenwirkungsfreien Weg gefunden, wie die Parkinson-Krankheit in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert werden könnte. Selbst wenn noch keine äußerlichen Anzeichen bemerkbar seien, lasse sich anhand einfacher Schriftproben ermitteln, ob eine beginnende Parkinson-Krankheit vorliege, berichten die Forscher.

Anzeige

Die Analyse deckte eine Reihe von Unterschieden zwischen Parkinson-Patienten und gesunden Teilnehmern auf. Parkinson-Patienten schrieben kleinere Buchstaben, übten beim Schreiben weniger Druck auf die Schreiboberfläche aus und benötigten mehr Zeit, um die Aufgaben zu bewältigen als gesunde Testteilnehmer. Deutlich unterschied sich zudem die Zeitdauer, die der Stift beim Schreiben in der Luft schwebte, bevor ein neuer Buchstabe oder ein neues Wort in Angriff genommen wurde. "Diese Erkenntnis ist besonders wichtig", sagt Professor Sara Rosenblum, "denn während der Stift in der Luft ist, plant das Gehirn die nächste Aktion des Schreibprozesses." Werde mehr Zeit für diesen Prozess benötigt, deute dies auf eine Einschränkung der geistigen Fähigkeiten hin. Veränderungen der Handschrift können den Forschern zufolge Jahre vor der eigentlichen Diagnose der Parkinson-Krankheit auftreten. Mit einem Schrifttest, so die Hoffnung, ließe sich die Krankheit in einem sehr frühen Stadium erkennen und behandeln.

Die Wissenschaftler der Universität Haifa und des Rambam Hospital in Israel hatten 40 Studienteilnehmern, von denen die Hälfte gesund war, die andere Hälfte unter beginnendem Parkinson litt, zwei alltägliche Schreibaufgaben gegeben: Zum einen sollten sie ihren Namen schreiben, zum anderen Adressen abschreiben. Schrift, Schreibdauer und der Stift-Druck wurden mithilfe eines Computers analysiert.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bindehautentzündung oft falsch behandelt

In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotikum nicht sinnvoll.

Impfung gegen hohe Cholesterinwerte?

Forscher tüfteln an einer Behandlung, mit der sich die Werte langfristig senken lassen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Bestimmte Übungen helfen genauso effektiv wie Physiotherapie.

Schlaganfall: Reiten hilft bei der Genesung

Das gilt sogar noch Jahre nach dem Hirnschlag, wie eine neue Studie zeigt.

Vergiftungsgefahr durch Holzkohlegrills

Wer die Grills in Innenräumen verwendet, geht ein hohes Risiko ein.

Fluglärm stört Herz und Blutdruck

Die Gesundheit leidet besonders, wenn der Lärm nachts auftritt.

Autismus durch Fieber bei Schwangeren?

Besonders hoch ist das Risiko im zweiten Abschnitt der Schwangerschaft.

Hunde helfen bei Brustkrebs-Forschung

Tumorgewebe von Hündinnen ähnelt dem Gewebe von Brustkrebs beim Menschen.

Blutzucker über Wochen kontrollieren?

Das könnte bald mit einer einmaligen Injektion möglich sein.

Sind gute Freunde wichtiger als Familie?

Das könnte vor allem für ältere Menschen gelten, wie zwei Studien zeigen.

Ausschlafen schadet der Gesundheit

Experten sprechen von einem sozialen Jet-Lag durch veränderte Bettzeiten am Wochenende.

Diabetes: Metformin verändert Darmflora

Offenbar regt das Arzneimittel das Wachstum von Darmbakterien an, die positiv auf den Stoffwechsel wirken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen