Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Unregelmäßigen Zyklus abklären

Aktuelles

Junge Frau auf einer Couch hält sich den schmerzenden Bauch

Vor allem junge Frauen haben häufiger Probleme mit der Periode.
© Ana Blazic Pavlovic - Fotolia

Do. 12. September 2013

Unregelmäßiger Zyklus ist nicht immer harmlos

Eine unregelmäßige Periode ist bei Mädchen im Teenageralter nicht ungewöhnlich. Bleibt es jedoch bei den Zyklusstörungen, könnte dies auf ein sogenanntes polyzystisches Ovarialsysndrom, kurz PCOS, hindeuten, warnt die US-amerikanische Hormon-Expertin Suzanne Kavic.

Anzeige

Hinter diesem komplizierten Namen verbirgt sich eine hormonelle Störung, die mit einem Überschuss an männlichen Sexualhormonen, den Androgenen, einhergeht. Das Ungleichgewicht der Hormone störe das Wachstum und die Freisetzung von Eizellen aus den Eierstöcken, was Eisprung und Menstruation verhindern könne, erklärt die Ärztin vom Loyola University Health System in Maywood, USA. Ein normaler Zyklus dauert in etwa 28 Tage und im Durchschnitt beginnt die Menstruation bei Mädchen im Alter von zwölf. Etwa zwei Jahre nach der ersten Blutung sollte sich der Zyklus eingependelt haben, spätestens jedoch mit 17 Jahren, so Kavic. "Dauert der unregelmäßige Zyklus bis ins späte Teenageralter an, sollten Mädchen einen Spezialisten aufsuchen und den Grund abklären lassen", empfiehlt die Ärztin.

Denn es ist nicht allein die Ungewissheit, die belastend sein kann. Die hormonelle Störung kann weitere Symptome nach sich ziehen, darunter Gewichtszunahme, Haarwachstum am Körper und im Gesicht, dünner werdendes Kopfhaar, Akne und Unfruchtbarkeit. Darüber hinaus scheint bei Frauen mit PCOS die Gefahr für Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Insulinresistenz sowie Krebs der Gebärmutterschleimhaut erhöht zu sein, so Kavic.

Deshalb ist es sinnvoll, das hormonelle Ungleichgewicht früh zu erkennen und entgegenzuwirken – zum Beispiel mit Bewegung, einer Umstellung der Ernährung beziehungsweise einer medikamentösen Therapie. Gewichtsabnahme etwa wirke regulierend auf den Hormon- und Blutzuckerspiegel und helfe damit, Eisprung und Menstruation ins Lot zu bringen. Anti-Baby-Pillen ließen sich ebenfalls zur Regulation des Zyklus verschreiben, andere hormonelle Therapien könnten helfen, den Androgen-Spiegel zu senken und Symptome zu vermindern, erläutert die Ärztin.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wer meditiert, ist aufmerksamer

Davon profitieren sogar Personen, die zuvor noch nie meditiert haben.

Schlaf lindert Ängste und Sorgen

Die Tiefschlafphase ist offenbar wichtig für das emotionales Gleichgewicht.

Juckreiz belastet auch die Psyche

Patienten mit Hautkrankheiten leiden häufiger gleichzeitig unter Depressionen.

Krebs mit Methadon bekämpfen?

Im nächsten Jahr startet in Deutschland eine klinische Studie mit Patienten, die unter Dickdarmkrebs leiden.

Neue Therapie bei Mukoviszidose

Eine Kombination aus drei Wirkstoffen könnte den Ausbruch der Krankheit verhindern.

Zeitumstellung: Bis zu 8 Monate Probleme

Die halbjährliche Zeitumstellung wirkt sich stärker auf die Gesundheit aus als angenommen.

Neuer Antikörper gegen Grippeviren

Der Antikörper könnte als Vorlage für die Entwicklung eines universellen Impfstoffs dienen.

Beeinflusst Vitamin D die Muskelfunktion?

Bei einem Mangel an Vitamin D ist häufig auch die Muskelfunktion schlechter.

Herzinfarkt-Patienten werden immer älter

Heutzutage lässt sich einem Herzinfarkt besser vorbeugen als vor 20 Jahren.

Neue Medikamente gegen Migräne

Nicht alle Migränepatienten dürfen Triptane einnehmen.

Diese vier Dinge schützen vor Gicht

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Risiko für Gicht senken.

Antidepressiva in der Schwangerschaft

Einige Medikamente erhöhen offenbar das Risiko für Gestationsdiabetes.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen