Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung 2-Fragen-Test erkennt Depressions-Risiko

Aktuelles

Patientin in mittleren Jahren mit Ärztin, die ein Clipboard in der Hand hält und ihr Fragen stellt.

Die Antworten auf zwei einfach Fragen erlauben es Ärzten abzuschätzen, ob ein Krebs-Patient Gefahr läuft, an einer Depression zu erkranken.
© Alexander Raths - Fotolia

Di. 24. September 2013

Krebs: 2-Fragen-Test gibt Hinweis auf Depression

Schon mit zwei einfachen Fragen lässt sich feststellen, ob Menschen mit einer Krebserkrankung Gefahr laufen, an einer Depression zu erkranken. Dies könnte aufwändigere Befragungen, die zu gleich guten oder schlechteren Ergebnissen kommen, ersetzen, berichteten US-amerikanische Forscher.

Die zwei Fragen, mit denen sich ein Depressions-Risiko abschätzen lässt, sind folgende:

  1. Hatten Sie in den vergangenen zwei Wochen wenig Interesse oder Freude daran, Dinge zu tun?
  2. Fühlten Sie sich in den vergangenen zwei Wochen niedergeschlagen, depressiv oder hoffnungslos?

Anzeige

Wird eine Frage mit "überhaupt nicht" beantwortet, wird dies mit 0 Punkten bewertet. Lautet die Antwort "an mehreren Tagen" gibt es 1 Punkt, für die Antwort "an mehr als der Hälfte der Tage" 2 Punkte und für "fast jeden Tag" 3 Punkte, erläuterten die Forscher auf einer Tagung von Spezialisten auf dem Fachgebiet der Strahlentherapie in Maywood, USA. Komme ein Krebspatient bei beiden Fragen zusammen auf drei oder mehr Punkte, bestehe der Verdacht auf eine Depression, so die Wissenschaftler.

Der 2-Fragen-Test ist im Prinzip die stark gekürzte Version eines längeren Depressions-Tests mit neun Fragen. Der Kurz-Test komme zu gleich guten Ergebnissen, beschränke sich allerdings auf die ersten zwei Fragen, erklärten die Forscher. Dies erleichtert die Anwendung. "Wir hoffen, dass dadurch mehr Krebspatienten auf eine mögliche Depression hin untersucht werden und falls nötig eine entsprechende Behandlung bekommen", sagte der Strahlentherapeut William Small, Jr. Andere Testverfahren schnitten im Vergleich zum Kurz-Test schlechter ab.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Herzinfarkt: Zögern ist gefährlich

Auch schleichend beginnende Beschwerden sind ein Notfall und müssen ernst genommen werden.

Vorurteile wirken sich auf Krebstherapie aus

Unverheiratete Patienten werden bei der Behandlung offenbar benachteiligt.

Warum wir zunehmen, wenn wir älter werden

Viele Menschen legen mit den Jahren an Gewicht zu, obwohl sie sich genauso ernähren wie zuvor.

Filter schützen vor Schlaganfall

Ein Filter, der in die Halsschlagader eingesetzt wird, schützt Patienten vor einem Schlaganfall.

Wie Hörgeräte die Gesundheit schützen

Ein unbehandelter Hörverlust kann Stürze, Depressionen und sogar Demenz nach sich ziehen.

Vegetarier haben ein gesünderes Herz

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein geringeres Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Krebs tödlicher als Herz-Kreislauf-Leiden

In reichen Ländern ist Krebs mittlerweile die Todesursache Nummer eins.

Früher Tod durch süße Getränke?

Ab zwei Softdrinks täglich, egal ob mit Zucker oder Süßstoff, steigt das Risiko.

Zeit mit den Enkeln hält gesund

Senioren, die regelmäßig etwas mit ihren Enkeln unternehmen, leben länger.

Gluten schadet Gesunden nicht

Wer nicht unter einer Unverträglichkeit leidet, muss auf Brot, Nudeln & Co nicht verzichten.

Dicke Menschen sind eher depressiv

Mit jedem überflüssigen Kilo steigt das Risiko für eine Depression.

Jeden zweiten Tag fasten: Was passiert?

Eine solche Diät hat offenbar mehrere positive Auswirkungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen