Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Was uns die letzte Grippesaison lehrt

Aktuelles

Arzt impft Seniorin in den Oberarm

Menschen ab 60 Jahren wird geraten, sich gegen Grippe impfen zu lassen.
© Monkey Business - Fotolia

Di. 01. Oktober 2013

Wertvolle Erkenntnisse aus der letzten Grippesaison

Im letzten Winter war die Grippewelle ungewöhnlich heftig. Was heißt das für die kommende Wintersaison? Und wer sollte sich jetzt impfen lassen? Der folgende Beitrag gibt einen Ausblick.

Die Grippewelle der vergangenen Saison begann ganz typisch Anfang Januar, hatte ihren Gipfel Ende Februar und lief Mitte April aus. Von mehr als 10.000 Erkrankten ist bekannt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Und 183 Todesfälle sind eindeutig bestätigt. Meist handelte es sich um ältere Menschen über 60 Jahre. In der Regel wird jedoch nur ein kleiner Teil der Grippe-Erkrankungen gemeldet. Experten gehen von einer doppelt so hohen Dunkelziffer aus.

Anzeige

Die vorhandenen Impfstoffe stimmten 2012/2013 sehr gut mit den drei aktiven Erregern überein. Das ist nicht immer so. Damit genug Zeit bleibt, den Impfstoff herzustellen, muss schon im Februar eines Jahres festgelegt werden, wogegen im Herbst geimpft wird. Dafür beobachtet die Weltgesundheitsorganisation in Laboren weltweit, wie sich die Viren verändern.

Für den kommenden Winter wurden zwei Impfstoff-Komponenten an neuere Versionen des Virus angepasst. Eben wegen solcher Veränderungen muss jedes Jahr neu geimpft werden. Für Ältere und Kleinkinder gibt es inzwischen spezielle Impfstoffe. Die Impfung in Kombination mit Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion bleibt der bestmögliche Schutz vor einer Infektion.

HTR

Wer sollte sich impfen lassen?

  • jeder Bundesbürger ab 60 Jahren und älter
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • alle Personen, die andere Risikogruppen anstecken können (zum Beispiel Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt)
  • alle Personen, die selbst ein sehr hohes Risiko haben, sich anzustecken (zum Beispiel Busfahrer, Lehrer, Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr)
  • unabhängig vom Alter alle Patienten mit einem Grundleiden, das sie besonders anfällig macht, wie etwa Asthma und andere chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische Krankheiten des Nervensystems wie Multiple Sklerose, angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems wie etwa eine HIV-Infektion
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und je nach den Umständen auch Reisende

Quelle: Ständige Impfkommission

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Immunsystem ändert sich bei Schwangeren

Eine neue Studie zeigt: Die Veränderungen lassen sich präzise vorhersagen.

Entsteht Hautkrebs aus Muttermalen?

Das ist nicht die Regel. Viel häufiger zeigen sich Melanome als neue Flecken auf der Haut.

Ibuprofen nicht so sicher wie gedacht

Das Schmerzmittel erhöht den Blutdruck bei Arthrose-Patienten deutlich.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen