Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Studie: Mittel gegen Übelkeit unbedenklich

Aktuelles

Junge Frau beugt sich über eine Schüssel und hält sich die Hand vor den Mund

Wird die Übelkeit während der Schwangerschaft zum Problem, können Medikamente helfen.
© jedi-master - Fotolia

Mo. 14. Oktober 2013

Schwangerschaft: Mittel gegen Übelkeit unbedenklich

Schwangere haben häufig mit Übelkeit zu kämpfen, vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft. Manche Frauen greifen dann auf Medikamente zurück. Nun liegen erstmals Daten zur Unbedenklichkeit eines häufig verwendeten Arzneistoffs vor.

Für die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte, dänische Studie wurden dazu über 1,2 Millionen Schwangerschaften analysiert. Kinder, deren Mütter den Wirkstoff Metoclopramid eingenommen hatten, kamen demnach nicht häufiger mit Missbildungen zur Welt als Kinder, deren Mütter das Medikament nicht genommen hatten. Es traten 25,3 beziehungsweise 26,6 Fälle pro 1.000 Geburten auf. Auch das Risiko für Fehlgeburten, Totgeburten, Frühgeburten, ein geringes Geburtsgewicht und ein eingeschränktes Wachstum des Ungeborenen stieg unter Metoclopramid nicht an.

Diese Daten könnten Ärzten dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen, wenn sie eine Behandlung mit Metoclopramid in der Schwangerschaft erwögen, schließen die Wissenschaftler des Statens Serum Institut in Kopenhagen aus den Ergebnissen. Zehn bis 15 Prozent der Frauen mit Schwangerschafts-Übelkeit nehmen Medikamente ein, unter anderem Vitamin B6. Wenn andere Wirkstoffe nicht ausreichend wirken, wird häufig Metoclopramid empfohlen. Der verschreibungspflichtige Arzneistoff hilft nicht nur gegen Übelkeit und Erbrechen, sondern wird auch bei Reizmagen, Sodbrennen und Magenlähmung eingesetzt.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Darmspiegelung: langanhaltend effektiv

Bei negativem Ergebnis sank das Darmkrebsrisiko für weit länger als die bisher angenommenen 10 Jahre.

Manche Menschen werden nicht dick

Einen Grund dafür, glauben Forscher, nun im Erbgut gefunden zu haben.

Klima hat kaum Einfluss auf Covid-19

Experten gehen davon aus, dass das Coronavirus auch im Sommer nicht verschwinden wird.

Wie gesund sind die über 30-Jährigen?

Bei 60 Prozent sind bereits Vorstufen einer Herzschwäche vorhanden, wie eine neue Studie zeigt.

Milchprodukte schützen vor Krankheiten

Besonders deutlich ist der positive Effekt bei Vollmilchprodukten, wie eine neue Studie zeigt.

Bluthochdruck durch Folsäure?

Hochdosierte Präparate können in der Schwangerschaft den Blutdruck erhöhen.

Kompressionsstrümpfe nach Operation?

Medikamente allein könnten einer Thrombose genauso gut vorbeugen.

Weniger Todesfälle dank Mammographie

Die Untersuchung senkt das Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Brustkrebs zu sterben.

Zöliakie wegen Schadstoffen?

Umweltgifte wie Pestizide könnten bei der Enstehung einer Glutenunverträglichkeit eine Rolle spielen.

Impfen gegen Typ-1-Diabetes?

Die Impfung könnte besonders gefährdete Kinder vor der Krankheit schützen.

Mehr Schlaganfälle durch Alkohol

Alkohol schadet den Gefäßen und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wer aktiv ist, muss seltener in die Klinik

Auch moderate Aktivitäten senken das Risiko für Krankenhausaufenthalte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen