Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Herzrisiko sinkt nach Grippeimpfung

Aktuelles

Spritze mit Grippeimpfstoff

Für Herzpatienten scheint die Grippeimpfung gleich zwei Vorteile zu haben: Sie schützt vor Grippe und schweren Herz-Kreislauf-Zwischenfällen.
© ursule - Fotolia

Do. 24. Oktober 2013

Herzrisiko sinkt nach Grippeimpfung

Die Impfung gegen das Grippevirus zeigt unerwartete "Nebenwirkungen": So sinkt bei den Geimpften das Risiko für teils tödliche Herz-Kreislauf-Zwischenfälle. Das schreiben US-amerikanische Forscher im Fachblatt JAMA.

Anzeige

Die Wissenschaftler werteten die Ergebnisse von fünf Studien aus, die den Zusammenhang von Grippeimpfungen und darauf folgenden Herz-Kreislauf-Ereignissen bei insgesamt 6.735 Patienten untersucht hatten. Von denjenigen Teilnehmern, die geimpft worden waren, erlitten im Laufe eines Jahres 2,9 Prozent eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. In der Vergleichsgruppe, die eine Schein-Impfung erhalten hatte, traten dagegen bei 4,7 Prozent solche Herzereignisse auf. Noch deutlicher fiel der Vergleich bei Menschen mit bereits vorher bestehenden Herzerkrankungen aus. Hier standen 10, 3 Prozent der geimpften Patienten 23,1 Prozent in der Vergleichsgruppe gegenüber. Bereits im letzten Jahr im letzten Jahr zeigte eine große Übersichtsarbeit ähnliche Ergebnisse (aponet.de berichtete).

Die Studienautoren sprechen sich dafür aus, verstärkt auch auf weniger bekannte Risikofaktoren für Herzerkrankungen zu achten. Als klassische Risikofaktorengelten beispielsweise hoher Blutdruck oder hohe Blutfettwerte. In den letzten Jahren zeigte sich jedoch, dass auch Infektionen der Atemwege hier ernst zu nehmen sind. Grippe und grippeähnliche Krankheiten seien häufige Ursachen. Durch eine Impfung könne man die Herz-Therapie einfach und kostengünstig ergänzen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Handy, PC: Gewicht und Schlaf leiden

Nutzen Kinder die Geräte oft vor dem Zubettgehen, geraten Sie in eine Art Teufelskreis.

Hitzewallung: Vorbote für Diabetes?

Ein Symptom der Wechseljahre deutet auf die Zuckerkrankheit hin.

Sport bei schlechter Luft ist ungesund

Für Herz und Lunge ist es besser, sich in ländlichen Gebieten zu bewegen.

Täglicher Frust sorgt für Albträume

Wer unzufrieden ist, leidet häufig unter wiederkehrenden Albträumen.

Migräne: Neue Therapie in Sicht

Ein neues Medikament zeigt bei vielen Patienten eine gute Wirkung.

Impfstoff nicht in den Muskel spritzen?

Forscher haben untersucht, wie Impfungen besser vor Krankheiten schützen könnten.

Schlafapnoe mit Cannabis behandeln?

Eine Substanz, die in Cannabis vorkommt, reduziert nächtliche Atemaussetzer.

USA: Sehr viele Kinder mit 35 fettleibig

Wenn sich nichts ändert, könnten über die Hälfte aller Kinder als Erwachsene betroffen sein.

Fettverteilung sagt Herz-Risiko voraus

Bauchfett gilt als besonders gefährlich, vor allem für Frauen.

Hormontherapie frühzeitig beginnen

Wird bald nach dem Einsetzen der Menopause begonnen, erhöht sich das Schlaganfall-Risiko nicht.

Vitamin D beugt Gelenkschmerzen vor

Das Sonnenvitamin könnte vor rheumatoider Arthritis schützen.

Schulterschmerzen: OP häufig unnötig

Viele Eingriffe verbessern die Schmerzen kaum, wie eine neue Studie zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen