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Zwei Frauen machen Yoga-Übungen.

Zweimal pro Woche Yoga lindert die Beschwerden einer chronischen Bronchitis.
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Di. 29. Oktober 2013

COPD: Besser atmen dank Yoga

Neuen Forschungsergebnissen zufolge könnten Menschen, die unter einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden, von Yoga profitieren. So verbesserten in einer kleinen Studie aus Indien regelmäßige Yoga-Übungen bei COPD-Patienten die Atmung sowie die Lebensqualität.

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Mit dem etwas sperrigen Begriff der chronisch-obstuktiven Lungenerkrankung bezeichnen Ärzte eine Art Dauer-Bronchitis, von der vor allem Raucher häufig betroffen sind. Zu den Symptomen zählen Husten, Auswurf und bei körperlicher Belastung Atemnot. Die neue Studie legt nun nahe, dass sich zumindest ein Teil der Symptome mit Hilfe von Yoga-Übungen lindern ließe. Innerhalb der drei Monate dauernden Studie habe sich die Kurzatmigkeit bei den Teilnehmern deutlich verbessert, berichteten die Forscher auf dem Ärztekongress CHEST 2013 in Chicago. Auch die Lebensqualität habe sich in fast allen gemessenen Bereichen gesteigert. Keinen positiven Effekt von Yoga konnten die Wissenschaftler hingegen auf die unterschiedlichen Entzündungswerte im Blut nachweisen.

Für ihre Studie hatten die Forscher 29 COPD-Patienten verschiedene Yoga-Techniken beigebracht, darunter Körperhaltungen, Atemtechniken, Meditation und Entspannungsübungen. Im ersten Monat kamen die Teilnehmer zweimal pro Woche für eine Yoga-Stunde in die Klinik. Die folgenden acht Wochen sollte sie die Yoga-Übungen zu Hause durchführen, unterstützt von einer Yoga-Stunde pro Woche in der Klinik. Zu Beginn und am Ende der drei Monate untersuchten die Forscher verschiedene Faktoren, die in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit auftreten, zum Beispiel die Lungenfunktion, der Grad der Kurzatmigkeit, Lebensqualität und Anzeichen für Entzündungen.

HH

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