Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Bewegung beugt Depressionen vor

Aktuelles

Frau mittleren Alters in Sportkleidung beim Nordic-Walking auf einem Weg durch blühende Wiesen

Walking hält nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche gesund.
© Val Thoermer - Fotolia

Mi. 30. Oktober 2013

Bewegung beugt Depressionen vor

Sport und Bewegung können Menschen mit einer Depression dabei helfen, aus ihrer dunklen Stimmung herauszufinden. Doch nicht nur das: Wer in seinem Alltag regelmäßig körperlich aktiv ist, kann damit offenbar auch der Entstehung einer Depression vorbeugen.

Anzeige

Dies geht aus einer aktuellen, in der medizinischen Fachzeitschrift American Journal of Preventive Medicine veröffentlichten Studie hervor, die auch Sportmuffel erfreuen dürfte. So konnte Georg Mammen von der Universität Toronto in Kanada einen vorbeugenden Effekt für jede Art von körperlicher Aktivität nachweisen. Selbst leichtere Betätigungen, wie 20 bis 30 Minuten Walking oder Gartenarbeit pro Tag, können demnach in jedem Alter helfen, einer Depression vorzubeugen, berichtet der Wissenschaftler. Er hatte die Forschungslandschaft der vergangenen 26 Jahre durchforstet, und Studien, die sich mit dem Einfluss von Sport und Bewegung auf Depressionen beschäftigten, auf diesen speziellen, präventiven Gesichtspunkt hin untersucht.

Zwar spielten auch andere Faktoren, darunter die genetische Veranlagung, eine Rolle dabei, ob jemand eine Depression entwickle oder nicht. Doch helfe Bewegung, egal wie die individuellen Voraussetzungen seien, so Mammen. Daraus folgt sein Rat: "Wer schon aktiv ist, sollte damit weitermachen, wer nicht, sollte es sich angewöhnen." Gerade im Hinblick auf die hohen Kosten, die eine medikamentöse Behandlung von Depressionen für das Gesundheitssystem bedeute, seien vorbeugende Ansätze heute wichtiger denn je.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Depression: Viele Paare trennen sich

Die Erkrankung belastet auch den Partner und die Familie des Betroffenen.

Übergewicht sorgt bei Kindern für Asthma

Starkes Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Asthma bei Kindern.

Diabetes: Fruktose nicht gleich Fruktose

Fruchtzucker, der in Getränken steckt, erhöht das Diabetes-Risiko besonders.

Vorstellungskraft hilft, Ängste zu überwinden

Sich eine Bedrohung im Geiste genau vorzustellen, lässt sie kleiner werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen