Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Testosteron birgt Risiken fürs Herz

Aktuelles

Mittelalter Bauarbeiter mit blauem Helm und Karohemd schaut in die Kamera

Etwa ab dem 40. Lebensjahr sinkt bei Männern die Produktion des Sexualhormons Testosteron langsam ab: Ein normaler Prozess, der mit dem Alter einhergeht.
© goodluz - Fotolia

Mi. 06. November 2013

Testosteron birgt Risiken fürs Herz

Männer, die Testosteron-Präparate verwenden, haben US-amerikanischen Forschern zufolge ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ärzte sollten eine Testosteron-Therapie daher nicht voreilig verschreiben und zusätzliche Untersuchung berücksichtigen, fordert ein Hormonexperte von der Universität Pennsylvania.

Anzeige

In der Studie, die im medizinischen Fachblatt JAMA veröffentlicht wurde, hatten die Wissenschaftler Daten von über 8.700 Männern analysiert, von denen etwa jeder Siebte Testosteron-Präparate verwendete. Diese hatten ein um 29 Prozent erhöhtes Risiko, im Verlauf der Studie zu sterben beziehungsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, als Studienteilnehmer, die kein Testosteron verwendeten. Während bei Männern, die kein Testosteron verwendeten, nur einer von fünf Teilnehmern in einem Zeitrahmen von drei Jahren von solchen Herz-Kreislauf-Komplikationen betroffen war, war es in der Testosteron-Gruppe einer von vier Teilnehmern.

"Wir wissen allerdings nicht, ob sich das Risiko vor allem auf Männer erstreckt, die Testosteron wegen eines Hormonmangels nehmen oder auf jüngere Männer, die Testosteron verwenden, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern", sagt Anne Cappola, Medizin-Professorin an der Universität Pennsylvania. Hier mangele es an entsprechenden Langzeit-Untersuchungen.

In den USA verschreiben Ärzte schätzungsweise 2,9 Prozent der über 40-jährigen Männer Testosteron. Grund dafür ist oft ein Testosteronmangel. Etwa ab dem 40. Lebensjahr sinkt bei Männern die Produktion des Sexualhormons langsam ab: Ein normaler Prozess, der mit dem Alter einhergeht. Kommt es jedoch zu einem Mangel, können Symptome wie Kraftlosigkeit, Müdigkeit, nachlassender Leistungsfähigkeit, einer verringerter Libido, Potenzproblemen oder einer Abnahme der Knochendichte auftreten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Medikamente bringen das Herz aus dem Takt

Einige Wirkstoffe können zu gefährlichen Herzrhythmusstörung führen.

Herzschwäche: Auf das Gewicht achten

Zeigt die Waage plötzlich mehr an, kann das auf eine schlechtere Herzfunktion hinweisen.

Italien erlässt Gesetz zur Impfpflicht

Kinder sollen obligatorisch gegen 12 Infektionskrankheiten geimpft werden.

Schwanger dank Röntgenuntersuchung?

Eine spezielle Untersuchung könnte Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch helfen.

Täglich ein Wasser statt Limo hält schlank

Damit lässt sich das Risiko für Übergewicht deutlich reduzieren.

Jeden Tag sterben 3000 Jugendliche

Verkehrsunfall, Selbstmord, Gewalt: Die Ursachen sind sehr oft vermeidbar.

Verhütung mit pflanzlichen Stoffen?

Eine Kombination aus zwei Wirkstoffen ist in der Lage, Spermien auszubremsen.

Europa: Wer trinkt am meisten Alkohol?

Forscher haben eine Übersichtsstudie zum Alkoholkonsum erstellt.

Zink-Tabletten verkürzen Erkältung

Dazu muss das Spurenelement bei den ersten Krankheitszeichen eingenommen werden.

Arthroskopie: Tabu bei Knieproblemen?

Die Operation bringt offenbar keinen Nutzen, hat dafür aber Risiken.

Blutdruck-Werte in Deutschland gesunken

Zwischen Männern und Frauen bestehen jedoch deutliche Unterschiede.

Neue Strategie gegen Haarausfall?

Forscher haben Mechanismen identifiziert, die zum Ergrauen und dem Ausfall der Haare führen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen