Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung "Nachteulen" haben schlechtere Noten

Aktuelles

Gähnende Teenageschülerin am Tisch mit Büchern

War wohl mal wieder spät gestern ...
© George Dolgikh - Fotolia

Mi. 13. November 2013

"Nachteulen" schreiben schlechtere Noten

Früh ins Bett zu gehen, fällt gerade Teenagern oft schwer. Doch konnten US-Forscher jetzt zeigen, warum sich Disziplin hier lohnen kann: Nachteulen, die während eines Schuljahres immer spät ins Bett gehen, haben demnach häufiger schulische und emotionale Probleme als Gleichaltrige, die früher schlafen.

Anzeige

Die Forscher der Berkeley Universität hatten hierfür die Schlafgewohnheiten von 2.700 US-amerikanischen Schülern zwischen 13 und 18 Jahren analysiert – einmal am Beginn der Pubertät, sowie ein Jahr später und als junge Erwachsene. Diese wurden mit der schulischen, sozialen und emotionalen Entwicklung der Teenager verglichen. Immerhin ein Drittel der Teenager gab an, während der Schulzeit erst nach 23:30 Uhr ins Bett zu gehen. Während der Sommerferien verschob sich bei ihnen die Schlafenszeit, zumindest in der Mittel- und Oberstufe, sogar auf 1:30 Uhr.

Es zeigte sich, dass Nachtschwärmer beim Schulabschluss einen schlechteren Notendurchschnitt hatten als Gleichaltrige, die früher schlafen gingen. Auch hatten sie häufiger mit emotionalen Problemen zu kämpfen. Den Forschern zufolge zeigen Umfragen, dass viele Jugendliche keine neun Stunden Schlaf am Tag bekommen und daher Schwierigkeiten haben, im Verlauf des Unterrichts wach zu bleiben. Dies liege zum Teil daran, dass sich der Schlaf-Rhythmus bei Teenagern in der Pubertät nach hinten verschiebe. Neben biologischen Faktoren sowie schulischem und sozialem Druck sehen die Forscher auch elektronische Geräte als Ursache für den verschobenen Rhythmus. So hemme das helle Licht, das mit der Nutzung von Laptops, Smartphones und Co. einhergehe, die Produktion von Melatonin. Für eine Rückkehr zu einem besseren Schlafverhalten könne es daher neben anderen Maßnahmen helfen, das Licht am Abend zu dimmen und elektronische Geräte beiseite zulegen, so ihr Rat.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Abnehmen: Auf diese Mahlzeit kommt es an

Wann und wie häufig wir essen, spielt bei einer Diät eine wichtige Rolle.

Impfung gegen Mückenspucke im Test

Die Impfung könnte vor Malaria, Gelbfieber und Zika schützen.

Führen Antibiotika zu Geburtsfehlern?

Einige Wirkstoffe könnten dem ungeborenen Baby schaden.

Aortendissektion wird oft nicht erkannt

Die Symptome ähneln denen eines akuten Herzinfarktes.

Beugen Darm-Viren Typ-1-Diabetes vor?

US-Forscher finden einen Virenstamm, der das Diabetes-Risiko verringert.

Warum bei Diabetes die Zähne leiden

Eine neue Studie zeigt einen bisher unbekannten Zusammenhang.

Versteckte Viren verstärken MS

Herpesviren lösen Multiple Sklerose nicht aus, können aber den Verlauf beeinflussen.

Hände verraten viel über Selbstkontrolle

Wie man sich entscheidet, ist oft schon vorher an den Händen zu erkennen.

Bauernhoftiere schützen vor Allergien

Der Kontakt mit Tieren nimmt positiven Einfluss auf die Aktivität des Immunsystems.

Pflanzenfarbstoff hilft bei Entzündungen

Lutein wirkt entzündungshemmend. Das kann besonders bei einigen Formen der koronaren Herzkrankheit nützen.

Diabetes: Schlafapnoe schadet den Augen

Nächtliche Atemaussetzer können innerhalb weniger Jahre das Augenlicht gefährden.

Gürtelrose: Herz-Kreislauf-Risiko steigt

Die Viruserkrankung belastet den Kreislauf - gerade bei jüngeren Menschen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen