Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit Mittelmeerkost gegen Alzheimer

Aktuelles

Schale mit gedünstetem Gemüse

Mittelmeerkost enthält viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch.
© Ildi - Fotolia

Fr. 15. November 2013

Mittelmeerkost bremst geistigen Abbau

Eine Ernährung nach mediterranem Vorbild ist gesund, das haben zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegt. Dem schließt sich jetzt eine neue australische Studie an, aus der hervorgeht, dass die Mittelmeerkost den geistigen Abbau im Alter verlangsamen kann.

Anzeige

Samantha Gardener und Kollegen hatten hierfür bei über 500 Australiern die Auswirkung bestimmter Ernährungsmuster verglichen, darunter auch einer typisch "westlichen" Ernährung, die durch einen hohen Anteil an rotem Fleisch, Weißmehl, fettreichen Milchprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln geprägt ist, sowie einer Ernährung mit dem Schwerpunkt auf Obst, Gemüse und Nüssen. Im Blick der Forscher waren unter anderem die Veränderung geistiger Funktionen wie Bild- und Wortgedächtnis, Sprache oder Aufmerksamkeit.

Nach den drei Jahren Studiendauer fanden die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen mediterraner Ernährung und einem verlangsamten Rückgang der sogenannten exekutiven Hirnfunktionen. Darunter verstehen Wissenschaftler geistige Fähigkeiten, durch die zum Beispiel ein zielgerichtetes Handeln möglich wird, wie die Fähigkeit Informationen aufzunehmen, Prioritäten zu setzen, zu planen, aufmerksam zu sein. Dieser Zusammenhang galt vor allem für Menschen, die ein genetisches Risiko für die Alzheimer-Krankheit hatten, wie die Forscher auf einer Tagung von Neurowissenschaftlern in San Diego (USA) berichteten. Auch profitierten besonders Männer von der gesunden Kost.

Die mediterrane Ernährung zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenige gesättigte dafür viele ungesättigte Fettsäuren enthält. Sie ist reich an Obst und Gemüse und mittleren bis hohen Mengen an Fisch und Getreide. Einen geringeren Anteil haben Fleisch und Geflügel, und auch die Mengen an Milchprodukten sind eher gering bis moderat.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Statine schützen vor Thrombose

Die Cholesterinsenker zeigen interessante "Nebenwirkungen".

Stress im Job erhöht Krebsrisiko

Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach einer bestimmten Zahl von Jahren.

Interessante Theorie zur Arteriosklerose

Deutscher Herzchirurg stellt die bisherige Lehrmeinung infrage.

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen