Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Magnetschmuck bei Rheuma ungeeignet

Aktuelles

Verschiedenfarbige Armbänder

Forscher konnten bei Kupfer- oder Magnetarmbändern keine nennenswerte Wirkung auf rheumatische Schmerzen nachweisen.
© gubh83 - Fotolia

Di. 19. November 2013

Magnetschmuck hilft nicht gegen Rheuma

Dass magnetische Armbänder oder -reifen aus Kupfer gegen schmerzende Entzündungen der Gelenke helfen sollen, glauben viele. Eine britische Studie, in der Wissenschaftler der Wirkung solcher Schmuckstücke auf den Grund gingen, fand hierfür jedoch keine Anhaltspunkte.

Anzeige

Die Forscher um Studienleiter Stewart J. Richmond von der University of York hatten hierfür 70 Patienten mit rheumatoider Arthritis, darunter vor allem Frauen, vier verschiedene Armreifen in unterschiedlicher Reihenfolge tragen lassen: Ein magnetisches Standard-Armband, ein nur leicht magnetisches Armband, gerade so stark, dass es an einem Kühlschrank hängen bleiben würde, sowie ein entmagnetisiertes Armband und einen Kupfer-Armreif. Jedes Schmuckstück wurde fünf Wochen lang getragen und dazwischen jeweils eine einwöchige Pause eingelegt. Währenddessen untersuchten die Forscher, wie sich der Handgelenkschmuck auf die Krankheit auswirkte.

Ihr Ergebnis: Keines der Armbänder hatte einen deutlichen Einfluss auf den Verlauf der entzündlichen Gelenkerkrankung, der über den eines Placebos hinausging. Sie wirkten sich weder auf die Schmerzen noch auf die Entzündung, die körperlichen Funktionen, die Krankheitsaktivität oder die Verwendung von Medikamenten nennenswert aus, wie die die Forscher online im Fachjournal PLOS ONE berichten. Im Fall der rheumatoiden Arthritis sei eine frühe Diagnose und das Unterdrücken der Entzündung wichtig, um die Zerstörung der Gelenke zu minimieren, schreiben die Forscher. Wer sich allein auf die Wirkung solcher Schmuckstücke verlasse, riskiere daher seine Gesundheit, so ihr Fazit.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So müssen wir uns im Jahr 2050 ernähren

Die Essgewohnheiten der Menschen müssen sich radikal ändern, sagen Forscher.

Bewegung schärft das Gedächtnis

Wer körperlich aktiv ist, erkrankt seltener an Demenz.

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen