Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Plötzlicher Herztod kündigt sich oft an

Aktuelles

Oberkörper eines Mannes, der sich an die Brust fasst.

Der plötzliche Herztod kündigt sich manchmal bereits Wochen vorher an.
© kmiragaya - Fotolia

Mi. 20. November 2013

Warnzeichen: Plötzlicher Herztod kündigt sich oft an

In Deutschland sterben etwa 150.000 Menschen pro Jahr am plötzlichen Herztod. Würde die Gefahr frühzeitig erkannt, könnte dies in manchen Fällen vielleicht verhindert werden. Denn ganz so unvorhersehbar, wie der Name andeutet, ist der plötzliche Herztod oft nicht, berichten Forscher aus den USA.

Anzeige

Häufig kündige sich ein plötzlicher Herztod im Vorfeld mit Warnsignalen an, berichteten die Wissenschaftler auf einer Tagung von Herzspezialisten in Dallas. In ihrer Studie, für die sie Daten von 567 betroffenen Einwohnern der Stadt Portland ausgewertet hatten, traten bei mehr als der Hälfte der Männer solche Warnzeichen auf, bevor das Herz abrupt versagte. In 56 Prozent der Fälle deutete sich die Gefahr durch Brustschmerzen an, bei 13 Prozent kam es zu Kurzatmigkeit und vier Prozent litten unter Schwindel, Ohnmacht oder Herzklopfen.

Fast 80 Prozent dieser Vorzeichen stellten sich zwischen vier Wochen und eine Stunde vor dem plötzlichen Herztod ein. Wer diese Art von Symptomen an sich wahrnehme, solle sie nicht ignorieren, sondern so schnell wie mögliche seinen Hausarzt konsultieren, lautet der eindringliche Rat des Studienautors Sumeet Chugh vom Cedars-Sinai Heart Institute in Los Angeles.

Zum Herzstillstand kommt es, wenn das Herz durch Fehler bei der Weiterleitung elektrischer Reize zu schlagen aufhört. Einige Patienten könnten dies laut der Forscher überleben, wenn sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt würden und das Herz mithilfe eines Defibrillators dazu gebracht werde, wieder normal zu schlagen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Frauen öfter Migräne haben

Die Hormone könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wo sich Keime im Flugzeug wohl fühlen

Auf bestimmten Oberflächen tummeln sich besonders viele Erreger.

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen