Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Viele Medikamente enthalten Kochsalz

Aktuelles

Brausetablette in Wasser

Viele häufig verschriebene Medikamente, die sprudeln oder sich anderweitig auflösen, enthalten zusätzliches Natrium.
© Manuel Schäfer - Fotolia

Do. 28. November 2013

Viele Medikamente enthalten Kochsalz

Wer mit Blick auf die Gesundheit bewusst sparsam mit Kochsalz, chemisch Natriumchlorid, umgeht, muss dabei eventuell auch seine Medikamente berücksichtigen. Das raten Wissenschaftler aus Großbritannien aufgrund einer neuen Studie.

Anzeige

Sie fanden heraus, dass in manchen Fällen die empfohlene Tagesmenge an Natrium, schon mit der maximalen Tagesdosis von Medikamenten überschritten wird. Viele häufig verschriebene Medikamente, die sprudeln oder sich anderweitig auflösen, enthalten zusätzliches Natrium, damit sie besser vom Körper aufgenommen werden können, erläutern die Wissenschaftler. In ihrer Studie hatten die Forscher nun die Gefahr für Herz-Kreislauf-Vorfälle wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Patienten untersucht, die natriumhaltige Medikamente in löslicher Form einnahmen, und mit jenem von Patienten verglichen, die das gleiche Medikament nur ohne Natrium einnahmen. Hierfür hatte Dr. Jacob George von der Universität Dundee gemeinsam mit Kollegen die Gesundheit von über 1,2 Millionen Briten über durchschnittlich sieben Jahre dokumentiert.

Sie konnten zeigen, dass Menschen, die regelmäßig natriumhaltige, lösliche Medikamente einnahmen, ein um 16 Prozent höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder einen vorzeitigen Tod aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten als Patienten, deren Medikamente bei gleichem Wirkstoff kein Natrium enthielten. Sie hatten siebenmal häufiger Bluthochdruck und die allgemeine Todesrate lag um 28 Prozent höher. Zwar werde der Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem mit der Nahrung aufgenommenem Natrium noch kontrovers diskutiert. Aufgrund ihrer Ergebnisse, die im British Medical Journal veröffentlicht wurden, empfehlen die Forscher jedoch, den Salzgehalt von Medikamenten auf der Packung zu vermerken und vorsichtig mit dem Verschreiben zu sein.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen