Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Cholesterin erhöht Brustkrebs-Risiko

Aktuelles

Blonde Frau um die 40 mit rotweißkarierter Schürze beim Gemüseschneiden in der Küche. Sie lächelt in die Kamera

Eine Ernährung, die reich an pflanzlicher Kost ist, hilft, erhöhte Cholesterinwerte zu senken.
© Oksana Kuzmina - Fotolia

Sa. 30. November 2013

Hohes Cholesterin erhöht Brustkrebs-Risiko

Hohe Cholesterinwerte scheinen Brustkrebs zu begünstigen. Warum das so ist, haben US-amerikanische Wissenschaftler untersucht.

Anzeige

In Versuchen mit Labormäusen und Krebszellen fanden die Forscher heraus, dass ein Nebenprodukt des Cholesterins, kurz 27HC genannt, ähnlich wirkt wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Dieses Hormon spiele vermutlich in 75 Prozent aller Brustkrebs-Fälle eine wichtige Rolle, schreiben die Forscher. Das Cholesterin-Nebenprodukt nun fördere ganz eigenständig das Tumorwachstum sowie dessen Aggressivität, berichten die Studienautoren in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science.

"Schon viele Studien haben gezeigt, dass zwischen Übergewicht und Brustkrebs ein Zusammenhang besteht, speziell zwischen erhöhten Cholesterinwerten und dem Brustkrebsrisiko", sagt Donald McDonnell von der Duke Universität im US-Bundesstaat North Carolina. Mit ihrer Studie haben die Forscher nun eine mögliche Erklärung dafür gefunden.

Mehr noch: Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass es einen einfachen Weg geben könnte, das Risiko für die Entstehung von Brustkrebs zu verringern, so McDonnell. Und zwar indem die Cholesterinwerte in Schach gehalten werden, z.B. durch die Einnahme von cholesterinsenkenden Medikamenten, wie beispielsweise Statinen, oder einer Umstellung der Ernährung. Darüber hinaus könnte die Einnahme von Statinen unter Umständen die Therapie von Frauen mit Brustkrebs, die gleichzeitig hohe Cholesterinwerte haben, verbessern, hofft McDonnel. Allerdings steht die Forschung hier noch am Anfang. In einem nächsten Schritt müssten die Ergebnisse durch klinische Studien bestätigt werden, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Anti-Aging-Pille rückt in greifbare Nähe

Der Wirkstoff soll altersbedingte DNA-Schäden reparieren.

Empathie dämmt Krankheiten ein

Forscher haben untersucht, wie sich die Ausbreitung von Infekten stoppen lässt.

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Forscher haben ermittelt, wie viel Sonne nötig ist, um genug Vitamin D zu bilden, ohne dabei die Haut zu schädigen.

Trauer hat viele Gesichter

Welche Gefühle bei Hinterbliebenen dominieren, hängt von zwei Faktoren ab.

7 Rücken-Tipps für den Arbeitsalltag

Das Patentrezept lautet: mehr Bewegung. Wie das klappt, lesen Sie hier.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen