Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Darmflora beeinflusst Darmkrebsrisiko

Aktuelles

Arzt führt Darmspiegelung durch.

Bei einer vorsorglichen Darmspiegelung lassen sich Krebsvorstufen an der Darmschleimhaut erkennen.
© Felix Burda Stiftung

Sa. 07. Dezember 2013

Darmflora beeinflusst Darmkrebsrisiko

Der menschliche Darm beherbergt einen ganz eigenen Mikrokosmos: Tausende von Bakterien leben dort, darunter viele nützliche, aber auch schädliche. Forscher aus den USA fanden jetzt heraus, dass es offenbar einen Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung dieser Bakterien-Gemeinschaft und dem Risiko für Darmkrebs gibt.

Anzeige

So siedeln im Darm von Krebspatienten weniger nützliche Bakterien, dafür nehmen die schädlichen an Zahl zu. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass in Stuhlproben von Patienten mit Darmkrebs zum Beispiel deutlich mehr Fusobakterien anzutreffen waren als in Stuhlproben von Gesunden. Diese Bakterien, die gewöhnlich die Mundhöhle und den Magen-Darm-Trakt besiedeln, stehen mit Entzündungen des Darms in Zusammenhang, wie die Forscher in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift des Nationalen Krebsinstituts in den USA erläutern. Darüber hinaus waren Stuhlproben von Krebspatienten häufiger arm an Clostridien, die als nützliche Bakterien bei der Verdauung von pflanzlichen Fasern und Kohlenhydraten helfen.

Ihre Ergebnisse seien wichtig, weil die Kenntnis der Bakterien-Zusammensetzung bei kranken und gesunden Menschen neue Anhaltspunkte liefere, wie sich Darmkrebs vorbeugen ließe beziehungsweise die Krankheit behandelt werden könne. "Unser nächster Schritt ist zu erforschen, wie Ernährung und Lebensstil die Zusammensetzung der Darmbakterien bei Darmkrebspatienten verändern", sagt der Leiter der Studie Dr. Jiyoung Ahn.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wassergeburten genauso sicher

Eine Studie hat mögliche Komplikationen verschiedener Geburtsformen verglichen.

Blutgruppe 0 schützt vor Covid-19

Personen mit Blutgruppe 0 sind weniger anfällig für das neuartige Coronavirus.

Fettleber-Erkrankung ist immer gefährlich

Auch in einem frühen Stadium kann die Krankheit das Risiko für einen vorzeitigen Tod erhöhen.

O-Beine erhöhen die Arthrose-Gefahr

Übergewicht und eine Beinfehlstellung tragen massiv zur Entstehung von Arthrose bei.

Kann eine Vollnarkose zu Demenz führen?

Eine aktuelle Langzeitstudie kommt zu einem beruhigenden Ergebnis.

Frühere Erkältung schwächt Covid-19 ab

Wer bereits eine Infektion mit anderen Coronaviren durchgemacht hat, erkrankt oft weniger stark an Covid-19.

Corona: So stark leidet die Psyche

Depressionen und Angststörungen haben in den letzten Monaten massiv zugenommen.

Feiertage bringen Nussallergien ans Licht

Gerade an Halloween häufen sich allergischen Reaktionen bei kleinen Kindern.

Lässt sich Zöliakie vorbeugen?

Werden Babys schon früh mit glutenhaltiger Nahrung gefüttert, könnte der Krankheit vorgebeugt werden.

Masken tragen mit Lungenkrankheit?

Forscher geben Entwarnung: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist nicht gefährlich.

Arteriosklerose kann sich zurückbilden

Voraussetzung ist, die Blutfette unter einen bestimmten Zielwert zu senken.

Covid-19 ist tödlicher als Grippe

Die Todesrate ist dabei stark abhängig vom Alter, wie eine neue Metaanalyse zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen