Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Neu: Risiko-Test für Höhenkrankheit

Aktuelles

Wanderin im Hochgebirge mit professioneller Ausrüstung

Nicht jeder Gipfelstürmer verträgt die sauerstoffarme Höhenluft. Ein neuer Test kann nun vorab Klarheit bringen, ob man höhenkrank wird oder nicht.
© blas - Fotolia

Fr. 13. Dezember 2013

Das Risiko für Höhenkrankheit lässt sich jetzt testen

Trekking und Bergsteigen sind beliebt, und immer mehr Menschen zieht es dabei in immer größere Höhen. Doch nicht jeder Gipfelstürmer verträgt die Höhe. Wissenschaftler aus Italien und Frankreich haben jetzt einen Test entwickelt, mit dem sich vorhersagen lässt, wer anfällig für die Höhenkrankheit ist.

Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch die Kombination zweier Untersuchungen mit großer Genauigkeit vorhersagen lässt, ob eine Person höhenkrank wird oder nicht. Dazu wird der Sauerstoffanteil im Blut gemessen und eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt. In der Studie hatten die Wissenschaftler 34 gesunde Menschen erst auf Meeresspiegel-Niveau untersucht und dann nach einer Seilbahnfahrt auf den in den französischen Alpen gelegenen Berg "Aiguille du Midi" in 3.842 Metern Höhe.

Anzeige

Bei etwas mehr als einem Drittel der Teilnehmer stellten sich nach 24 Stunden auf dem Berg leichte bis schwere Symptome der Höhenkrankheit ein, berichteten die Forscher auf einem Ärztekongress in Istanbul. Darunter fallen zum Beispiel Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Müdigkeit und Appetitverlust. In seltenen Fällen kann die Situation sogar lebensbedrohlich werden, etwa wenn ein Hirn- oder Lungenödem auftritt. Verursacht wird die Höhenkrankheit, die schon ab 2.500 Metern auftreten kann, dadurch, dass sich der Organismus mancher Menschen schlechter an den Sauerstoffmangel, der mit der dünneren Bergluft einhergeht, anpassen kann.

Mit ihrem Test sei es nun möglich, die Anfälligkeit für die Höhenkrankheit zu testen, so die Forscher. So könnten gefährdete Menschen sich darauf einstellen und kritische Höhen meiden, sich mehr Zeit für den Aufstieg und damit ihrem Körper mehr Zeit zum Akklimatisieren geben oder Medikamente zur Vorsorge einnehmen. Derzeit müsste man sich für einen solchen Test allerdings noch vier Stunden lang in großer Höhe aufhalten. In weiteren Schritten müsse daher geprüft werden, ob ein kürzerer Aufenthalt oder eine künstlich herbeigeführter Sauerstoffmangel im Labor zu ähnlichen Ergebnissen komme, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Prostatakrebs mit PSA-Test erkennen?

Eine neue Analyse zeigt, dass der Test viele Todesfälle vermeiden könnte.

Glaukom: Implantate gegen Erblindung

Grüner Star kann seit kurzem mit einer minimal-invasive Operation behandelt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen