Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Blutzucker: Bessere Werte dank Apotheker

Aktuelles

Seniorin wird von einem Apotheker beraten

Diabetiker erhalten in der Apotheke nicht nur ihre Medikamente, sie können mit Apothekern auch über Fragen sprechen, die vielleicht erst nach einem Arztbesuch auftauchen.
© Volker Witt - Fotolia

Sa. 14. Dezember 2013

Diabetes: Mit Apotheker-Rat den Zucker besser im Griff

Die Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus genannt, wirft bei Betroffenen oft viele Fragen auf. In Apotheken finden Diabetiker nicht nur die nötigen Messgeräte und Pflegeprodukte, sondern können auch von einer guten fachlichen Beratung profitieren, wie eine aktuelle Studie aus den USA zeigt.

Anzeige

Diabetiker, die in ihrer Apotheke beraten wurden, hatten ihren Blutzucker über einen Zeitraum von zwei Jahren besser im Griff als Diabetes-Patienten ohne Apotheker-Rat, berichteten die Pharmazeuten auf einer Tagung von Apothekern in Orlando, USA. Der Langzeitblutzucker-Wert HbA1c sank um 1,24 Prozentpunkte und blieb über zwei Jahre auf dem niedrigen Niveau. Im Vergleich dazu ging dieser Zuckerwert ohne die Beratung eines Apothekers nur halb so stark zurück. Das Einbeziehen der Apotheken war Teil eines Medikations-Management-Programms. In dessen Rahmen standen Apotheker Diabetikern als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Stoffwechsel-Erkrankung zur Verfügung. Sie passten bei Bedarf die Medikamente an und gaben Ratschläge, wie Patienten selbst mit ihrer Krankheit umgehen können.

Auch hierzulande geht das Angebot der Apotheken für Diabetiker weit über die Bereitstellung von Messgeräten und Medikamenten hinaus. Beispielsweise können Betroffene mit ihrem Apotheker über Fragen sprechen, die vielleicht erst nach einem Arztgespräch auftauchen. Gleich ob es dabei um Ernährungstipps, die Beratung zu einem Fußpflegemittel oder die richtige Anwendung von Blutzuckermessgeräten oder Insulin-Pens geht. Eine Blutzuckermessung in der Apotheke, beziehungsweise das Messen von Blutdruck und Gewicht, kann zudem schon im Vorfeld einen Hinweis auf ein bestehendes Diabetes-Risiko geben, obwohl dies die Vorsorgeuntersuchung durch den Arzt nicht ersetzt.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Geistiger Abbau durch Insulinresistenz?

Mit einem gesunden Lebensstil und Medikamenten lässt sich vorbeugen.

Anti-Aging-Pille rückt in greifbare Nähe

Der Wirkstoff soll altersbedingte DNA-Schäden reparieren.

Empathie dämmt Krankheiten ein

Forscher haben untersucht, wie sich die Ausbreitung von Infekten stoppen lässt.

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Forscher haben ermittelt, wie viel Sonne nötig ist, um genug Vitamin D zu bilden, ohne dabei die Haut zu schädigen.

Trauer hat viele Gesichter

Welche Gefühle bei Hinterbliebenen dominieren, hängt von zwei Faktoren ab.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen