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Frau mit Tomaten im Gemüsegarten.

Tomaten, ob frisch oder gekocht, enthalten gesunde Inhaltsstoffe, die vor Brustkrebs schützen.
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Do. 19. Dezember 2013

Tomaten können Brustkrebs vorbeugen

Tomaten - pur, als Soße, Salat, Suppe oder Saft - sind beliebt und gesund. Mehr noch: Stehen Tomaten regelmäßig auf dem Speiseplan, scheint dies das Brustkrebsrisiko für Frauen nach der Menopause zu senken, wie US-amerikanische Forscher jetzt berichten.

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Nehmen Frauen nach der Menopause an Gewicht zu, steigt also ihr Body Mass Index (BMI) an, erhöhe sich die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, erläutern die Forscher. Eine tomatenreiche Ernährung könne das Risiko senken, weil sie sich positiv auf die Mengen an Adiponectin auswirke, so die Forscher. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das bei der Regulierung des Zucker- und Fettstoffwechsels eine Rolle spielt. Aßen die Studienteilnehmerinnen häufig Tomaten oder Tomatenprodukte, stieg ihr Adiponectin-Pegel um neun Prozent, berichten die Forscher im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. Der positive Effekt auf die Hormone sei bei Frauen, die ein gesundes Gewicht hatten, allerdings etwas deutlicher gewesen.

"Die Vorteile, viele Tomaten oder Tomatenprodukte zu essen, haben sich in unserer Studie selbst über einen kurzen Zeitraum gezeigt", sagt Adana Llanos von der Rutgers Universität in New Brunswick, USA. Für ihre Studie hatten sich 70 Studienteilnehmerinnen zehn Wochen lang tomatenreich ernährt und dabei täglich mindestens 25 Milligramm des in Tomaten enthaltenen Lycopin aufgenommen. 100 Gramm reife Tomaten etwa enthalten schon 3,9 bis 5,6 Milligramm des Carotinoids. Dosentomaten oder Tomatenmark noch deutlich mehr.

Weitere zehn Wochen verzehrten die Frauen besonders viele Soja-Produkte, so dass sie auf mindestens 40 Gramm Soja-Eiweiß pro Tag kamen. Doch die sojareiche Ernährung senkte das Adiponectin eher. Hintergrund für den Soja-Test war, dass Frauen in Asien, wo viel Soja verzehrt wird, seltener an Brustkrebs erkranken als US-amerikanische Frauen.

HH

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