Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Neuer Malariatest kommt ohne Blut aus

Aktuelles

Laborszene, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Mikroskopieren, im Hintergrund Kollegen, die dies ebenfalls tun

Für bisherige Malariatests ist ein Labor notwendig. Das könnte sich bald ändern.
© Monkey Business - Fotolia

Do. 09. Januar 2014

Malaria: neuer Lasertest kommt ohne Blutprobe aus

Ein neuartiger Test identifiziert eine Malaria-Infektion schnell und unblutig. Mittels eines Laserstrahls erkennt das Verfahren durch die Haut bereits eine geringe Menge an Malaria-Erregern, berichten Forscher aus Houston, USA.

Anzeige

Das neue Verfahren soll in der Lage sein, eine einzelne mit Malaria infizierte Zelle unter einer Million gesunden Körperzellen zu bemerken. Das schreiben die Wissenschaftler, die den Test entwickelt haben, im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences. Das gelingt, indem sie einen Laserstrahl durch die Haut schicken, der winzige Dampfbläschen in den infizierten Zellen erzeugt. Wenn diese Nanobläschen platzen, entsteht ein charakteristisches Geräusch, das sich messen lässt. Der ganze Test dauere laut der Forscher nur wenige Sekunden.

"Unsere Methode ist die erste, die einen schnellen und genauen Test durch die Haut erlaubt, ohne dass dazu Blutproben oder Testsubstanzen nötig wären", sagt der Leiter des Forscherteams, Dmitri Lapotko. Der Test soll mittels eines kostengünstigen, batteriebetriebenen und tragbaren Geräts auch von nicht medizinischem Personal durchgeführt werden können. Etwa 200.000 Malaria-Tests sollen jährlich mit einem einzelnen Gerät möglich sein, schätzt Lapotko. Bisher wird Malaria meist mit Hilfe eines Blutausstrichs diagnostiziert. Dafür braucht ein ausgebildeter Laborant eine Blutprobe des Patienten, die er mit bestimmten Chemikalien behandelt und die Reaktion unter einem High-Tech-Mikroskop betrachtet. Bedingungen, die gerade in den Ländern mit den meisten Malaria-Infektionen nur selten anzutreffen sind, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Symptome googeln schadet der Psyche

Schon nach fünf Minuten Recherche fühlen sich viele Menschen schlechter als vorher.

Pilz zapft Eisenreserven an

Der resistente Pilz Candida glabrata ist für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich.

Viele Sexpartner steigern Krebsrisiko

Wer mehr als zehn Sexualpartner im Laufe seines Lebens hatte, ist gefährdet.

Je mehr Zucker, desto weniger Vitamine

Essen wir viele Süßigkeiten, greifen wir gleichzeitig seltener zu gesunden Lebensmitteln.

Gürtelrose-Impfung gegen Schlaganfall

Senioren profitieren von einer Impfung gleich in mehrfacher Hinsicht.

Frauen gehen zu sorglos mit Alkohol um

Viele Frauen über 50 trinken riskante Mengen Alkohol, ohne sich darüber im Klaren zu sein.

ADHS wegen Vitamin-D-Mangel?

Ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft ist ein Risiko für das ungeborene Baby.

Hautentzündungen durch Fast Food?

Zu viel Fett und Zucker könnten das Risiko für Schuppenflechte erhöhen.

Coronavirus: Impfstoff in Rekordzeit?

Weltweit arbeiten Forscher mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs.

Trauer: Gefühle zeigen ist gesünder

Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist es nicht unbedingt gesund, stets die Fassung zu wahren.

Enddarmkrebs: Oft geht es ohne OP

Eine abwartende Therapie bringt den meisten Patienten offenbar keine Nachteile.

Busen zu klein oder zu groß

Die meisten Frauen sind mit der Größe ihrer Brust unzufrieden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen