Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Späterer Schulbeginn tut Teenies gut

Aktuelles

Jugendliche schlummert seelig lächelnd im Bett

Schon eine halbe Stunde mehr Schlaf sorgt dafür, dass Teenies glücklicher, wacher und aufnahmebereiter in der Schule sind.
© aletia2011 - Fotolia

Fr. 17. Januar 2014

Schlaf: Schüler profitieren von späterem Schulbeginn

Um pünktlich um 8:00 Uhr in der Schule zu sein, müssen sich viele Schüler morgens aus dem Bett quälen. Unnötigerweise, meinen US-Forscher. Ein späterer Schulbeginn sei sogar besser für die Jugendlichen, wie ihre Studie zeigt. Demnach könnte schon eine knappe halbe Stunde Wunder wirken.

Anzeige

Unter Leitung der Psychologin und Schlafexpertin Julie Boegers hatten die Wissenschaftler untersucht, wie sich ein um 25 Minuten nach hinten verlegter Schulstart auf den Schlaf, das Wohlbefinden und die Aufmerksamkeit von Schülern auswirkt. Ihr Ergebnis: Mit einer knappen halben Stunde mehr Vorlauf waren viele Jugendliche glücklicher, wacher und aufnahmebereiter.

Der spätere Schulstart habe die Schlafdauer um fast eine halbe Stunde verlängert, berichten die Forscher im Fachmagazin Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics. Der Anteil der Schüler, die so auf acht oder mehr Stunden Schlaf kamen, stieg dadurch von 18 auf 44 Prozent. Im Gegenzug waren die Schüler tagsüber weniger müde, weniger niedergeschlagen und tranken weniger koffeinhaltige Getränke, schreiben die Wissenschaftler. Auf die Zeit, die Schüler mit Hausaufgaben, Freizeitsport und außerschulische Aktivitäten verbrachten, hatte der spätere Schulbeginn keinen Einfluss.

"Schlafmangel ist unter Teenagern weit verbreitet", sagt Boegers. Ein Zustand, der sich negativ auf die geistige und körperliche Gesundheit, die Sicherheit und das Lernen auswirken könne. "Ein früher Schulbeginn trägt zu diesem Problem bei", betont die Schlafexpertin. Würde der Unterricht später starten, käme dies dem verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmus von Teenagern und ihrem veränderten Schlafbedürfnis entgegen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Postnatale Depression betrifft auch Männer

Nicht nur Frauen können nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief fallen.

Blutdrucksenker gegen Alzheimer?

Der Wirkstoff Nilvadipin verbessert offenbar die Hirndurchblutung.

Hautkrebs-Diagnose durch Computer?

Künstliche Intelligenz schlägt Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs.

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Gewebepflaster für Herzerkrankungen?

Forscher haben künstliches Herzgewebe erfolgreich an Tieren getestet.

Riskant: Arzneimittel und Alkohol

Die Kombination führt immer häufiger zu Notaufnahmen, vor allem bei Personen über 40.

Höhere Bildung, niedriger Blutdruck

Je höher die Schulbildung, desto geringer sind oft auch Körpergewicht und Blutdruck.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen