Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Gefühle zeichnen einzigartige Muster

Aktuelles

Schautafel mit Köperschemabildern, die verschiedene Emotionen zeigen, die durch Farben dargestellt werden

Charakteristische Gefühlslandkarte: Gelb und Rot stehen für hohe Aktivität, Blau und Türkis für unterdurchschnittliche.
© Lauri Nummenmaa/Aalto University and Turku PET Centre

Sa. 18. Januar 2014

Emotionale Landkarte: Gefühle zeichnen den Körper

Ärger, Traurigkeit oder Glück: Gefühle finden nicht nur im Kopf statt. Sie manifestieren sich auch als körperliche Empfindungen. Finnische Forscher konnten jetzt wie auf einer Landkarte zuordnen, welche Körperbereiche bei welchen Gefühlen aktiviert werden und wo die Aktivität sinkt.

Anzeige

Umgangssprachlich gibt es sie schon längst, die körperliche Zuordnung der Gefühle. Da steigt einem die Schamesröte ins Gesicht, die Angst schnürt einem die Brust zu und wer tieftraurig ist, fühlt sich oft innerlich kalt. Für die aktuelle Studie gaben nun über 700 Testpersonen aus Finnland, Schweden und Taiwan zu Protokoll, wie ihr Körper bei welchen Gefühlen reagiert, sprich in welchen Bereichen ihrem Gefühl nach die Aktivität anstieg und wo sie absank.

Das Ergebnis von Lauri Nummenmaa von der Universität Aalto und seinen Kollegen ist eine Art Körper-Landkarte, auf der unterschiedliche Gefühle unterschiedliche Muster hervorrufen. Bei Wut beispielsweise ist besonders die obere Körperhälfte aktiv. Scham aktiviert den Kopfbereich, vor allem die Wangen und Glück durchströmt offenbar den ganzen Körper, besonders aber Brust und Kopf. Die gefundenen Muster waren sowohl für die Testpersonen aus dem westeuropäischen als auch aus dem ostasiatischen Kulturkreis gleich, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Proceedings of The National Academy of Science (PNAS). Dies deute darauf hin, dass Emotionen und die damit einhergehenden Körperreaktionen eine biologische Grundlage haben, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schlafen reinigt das Hirn

Im Tiefschlaf werden schädliche Stoffwechselprodukte aus dem Gehirn entfernt.

Innovativ gegen Demenz und Krebs

Die Forschung testet ungewöhnliche Wege, um Medikamente ins Hirn einzuschleusen.

Heuschnupfen: jetzt noch vorbeugen

Mit einer sogenannten Hyposensibilisierung kann man im Winter starten.

Schadet Paracetamol dem Ungeborenen?

Das Schmerzmittel könnte die Sprachentwicklung bei Mädchen stören.

Diese Übungen stärken das Herz

Mit diesem Trainingsprogramm lässt sich einer Herzschwäche vorbeugen.

Mandel-OP: Ingwer lindert Schmerzen

Die Knolle beschleunigt zudem die Wundheilung, wie eine neue Studie zeigt.

Wiederholtes Impfen gegen schwere Grippe

Vor allem Senioren profitieren, wenn sie sich regelmäßig gegen Grippe impfen lassen.

Ballaststoffe: Mit Müsli gegen Arthritis?

Eine ballaststoffreiche Ernährung beugt offenbar Gelenkerkrankungen vor.

Angststörungen durch zu wenig Schlaf?

Schlafmangel und psychische Probleme stehen laut US-Forschern in Zusammenhang.

Erhöht Kuhmilch das Diabetes-Risiko?

Eine Studie hat untersucht, ob veränderte Babynahrung hier gegensteuern kann.

Jahresrückblick: Die Top 10 von aponet.de

Das sind die meistgelesenen Meldungen des Jahres 2017 auf aponet.de.

Antidepressivum: Welches hilft wem?

Ein Biomarker könnte vorhersagen, welches Antidepressivum bei einem Patienten wirksam ist.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen