Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Grüner Star: Erblindung seltener

Aktuelles

Blaues Frauenauge mit getuschten Wimpern in Großaufnahme (seitlich)

Augenärzte empfehlen, ab dem 40. Lebensjahr zur Glaukom-Früherkennung regelmäßig den Augen-Innendruck messen zu lassen.
© Stéphane Rauzada - Fotolia

Do. 23. Januar 2014

Immer weniger Menschen erblinden durch Glaukom

Die Wahrscheinlichkeit, durch ein Glaukom, auch grüner Star genannt, zu erblinden, hat sich seit dem Jahr 1980 fast halbiert. Grund für diese erfreuliche Entwicklung seien wahrscheinlich die Fortschritte, die seither im Bereich von Diagnose und Therapie der Augenerkrankung gemacht wurden, vermuten US-amerikanische Forscher.

Anzeige

In einer Studie hatten die Wissenschaftler untersucht, wie sich die Gefahr, aufgrund eines fortschreitenden Glaukoms zu erblinden, über einen langen Zeitraum gesehen veränderte. Hierfür nahmen sie sich die Krankheitsfälle des Bezirks Olmsted County vor, bei denen zwischen 1965 und 2009 die häufigste Form des grünen Stars, das Offenwinkelglaukom, diagnostiziert worden war. Die Wahrscheinlichkeit, aufgrund eines Glaukoms innerhalb von 20 Jahren zumindest auf einem Auge zu erblinden, sank von 26 Prozent bei einer Diagnose zwischen 1965 und 1980 auf etwa die Hälfte bei einer Diagnose zwischen 1980 und 2000. Die Gefahr, innerhalb von zehn Jahren nach der Diagnose zu erblinden, sank von 8,7 auf 5,5 pro 100.000 Einwohner, wie die Augenexperten im Fachblatt Ophtalmology berichten.

Doch ein Wermutstropfen bleibt: Obwohl ein Glaukom heute schon früh erkannt werden kann und sich die Krankheit zum Beispiel mit Augentropfen behandeln lässt, kommt es noch immer bei zu vielen Menschen zum Erblinden des Auges. In der von den Forschern untersuchten Region galt dies für etwa 15 Prozent der Betroffenen, deren Krankheit erst in jüngerer Zeit diagnostiziert wurde. Eine Untersuchung zur Glaukom-Früherkennung durch den Augenarzt etwa ab dem 40. Lebensjahr kann helfen, die Augenkrankheit im Anfangsstadium zu erkennen und frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Wie Ingwer für frischen Atem sorgt

Forscher haben die Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe genauer untersucht.

Telomere: Nicht nur die Länge ist wichtig

Auch die Struktur der Telomere spielt für die Gesundheit eine wichtige Rolle.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen