Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Albträume machen nicht immer Angst

Aktuelles

Mann schaut ängstlich unter einer Bettdecke hervor, die er bis zur Nasenspitze hochgezogen hat

Albträume sind so real, dass man davon aufwacht.
© Maridav - Fotolia

Mi. 29. Januar 2014

Albträume machen nicht immer Angst

Das Gefühl von Gefahr, Orientierungslosigkeit oder erdrückender Schuld ist in Albträumen so real, dass man davon aufwacht. Was genau Albträume verursacht, ist noch unklar. Kanadische Traumforscher widmeten sich jetzt dem Inhalt der nächtlichen Horror-Visionen und untersuchten, was diese von einem "normalen" schlechten Traum unterscheidet.

Anzeige

Die Forscher hatten Erzählungen von insgesamt fast 10.000 Träumen ausgewertet. Darunter befanden sich 253 Albträume und 431 schlechte Träume. Das Ergebnis: Albträume verursachen ganz allgemein viel stärkere Emotionen als schlechte Träume. Dabei müsse es sich jedoch nicht zwingend um Angst handeln, wie die Psychologen von der Universität in Montreal feststellten. Zwar fehle Angst in schlechten Träumen fast immer, jedoch immerhin auch in einem Drittel der Albträume, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Sleep. Stattdessen zählen auch Traurigkeit, Schuld, Ekel und Verwirrung zu den häufigen Gefühlen, die nach einem Albtraum haften bleiben.

Häufigstes Thema von Albträumen sei körperliche Gewalt, sagt Geneviève Robert, Hauptautorin der Studie. "Tod, die Sorge um die Gesundheit und Bedrohungen sind ebenfalls häufige Inhalte", sagt die Psychologin. Es sei jedoch falsch zu denken, dass dies für alle Albträume typisch sei. "Manchmal ist es das Gefühl von Bedrohung oder eine unheilvolle Atmosphäre, die eine Person erwachen lässt", sagt Robert. In schlechten Träumen werden Schlafende dagegen häufig von persönlichen Konflikten heimgesucht.

Während manche Menschen nur selten einen Albtraum haben, werden andere immer wieder von dem gleichen Traum heimgesucht. Die gute Nachricht sei, dass man etwas dagegen tun könne, schreiben die Traumforscher. Mit Hilfe so genannter Visualisierungstechniken lasse sich der Verlauf des Traumes durch die Kraft der Vorstellung verändern, zum Beispiel indem eine lebensrettende Handlung oder eine übernatürliche Kraft wie Superman, der zur Rettung herbeieile, eingefügt werde.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Schlafapnoe so gefährlich ist

Oft hängen nächtliche Atemaussetzer mit Bluthochdruck zusammen, der sich nur schwer behandeln lässt.

Herzinfarkt: Zögern ist gefährlich

Auch schleichend beginnende Beschwerden sind ein Notfall und müssen ernst genommen werden.

Vorurteile wirken sich auf Krebstherapie aus

Unverheiratete Patienten werden bei der Behandlung offenbar benachteiligt.

Warum wir zunehmen, wenn wir älter werden

Viele Menschen legen mit den Jahren an Gewicht zu, obwohl sie sich genauso ernähren wie zuvor.

Filter schützen vor Schlaganfall

Ein Filter, der in die Halsschlagader eingesetzt wird, schützt Patienten vor einem Schlaganfall.

Wie Hörgeräte die Gesundheit schützen

Ein unbehandelter Hörverlust kann Stürze, Depressionen und sogar Demenz nach sich ziehen.

Vegetarier haben ein gesünderes Herz

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein geringeres Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Krebs tödlicher als Herz-Kreislauf-Leiden

In reichen Ländern ist Krebs mittlerweile die Todesursache Nummer eins.

Früher Tod durch süße Getränke?

Ab zwei Softdrinks täglich, egal ob mit Zucker oder Süßstoff, steigt das Risiko.

Zeit mit den Enkeln hält gesund

Senioren, die regelmäßig etwas mit ihren Enkeln unternehmen, leben länger.

Gluten schadet Gesunden nicht

Wer nicht unter einer Unverträglichkeit leidet, muss auf Brot, Nudeln & Co nicht verzichten.

Dicke Menschen sind eher depressiv

Mit jedem überflüssigen Kilo steigt das Risiko für eine Depression.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen