Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Auto: Fahrverhalten dem Alter anpassen

Aktuelles

Seniorin im bunten Sommerkleid im linken Profil hinterm Steuer ihres Autos, im Hintergrund mediterrane Küstenlandschaft und Meer

Ältere Menschen fahren sicherer und bleiben mobiler, wenn man sie dabei unterstützt, ihr Fahrverhalten dem Alter anzupassen, statt ihnen gleich den Führerschein zu entziehen.
© Fernando Madeira - Fotolia

Do. 30. Januar 2014

Senioren & Auto: Unterstützung statt Führerscheinentzug

Immer wieder wird die Forderung laut, ältere Menschen sollten ihren Führerschein abgeben. Da sich aber keine pauschale Altersgrenze festlegen lässt, ab der sie nicht mehr fahrtauglich sind, sollten Senioren, statt diskriminiert lieber dabei unterstützt werden, ihre Fahrgewohnheiten zu verändern. Dies empfiehlt die australische Verkehrssicherheits-Forscherin Dr. Ides Wong von der Queensland University of Technology.

Anzeige

Zwar nähmen körperliche, geistige und sensorische Fähigkeiten mit zunehmendem Alter tatsächlich ab. "Aber niemand erwacht an seinem 75. Geburtstag und ist plötzlich ein schlechterer Fahrer als am Tag zuvor", sagt Wong. Deshalb sei es sinnvoller, wenn Senioren ihr Fahrverhalten selbst regulieren und an das fortgeschrittene Alter anpassen. "Manche Senioren haben berichtet, dass sie zum Beispiel weniger Langstrecken- oder Nachtfahrten machen", so Wong. Viele ältere Fahrer vermieden zudem die Hauptstoßzeiten für Autofahrten. Des Weiteren helfe zum Beispiel ein Beifahrer, mit dem sich Senioren eine Fahrstrecke teilen können. Dies und auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel verringert die Zeit hinter dem Steuer.

"Wir wissen, dass der Entzug des Führerscheins einen deutlichen Einfluss auf Mobilität, Unabhängigkeit, Gesundheit und Lebensqualität haben kann", sagt Wong. Plötzlich ohne Auto dazustehen könne zur sozialen Isolation sowie zu Gesundheitsproblemen wie Depressionen führen. Würden ältere Fahrer jedoch dabei unterstützt, ihre Fahrgewohnheiten selbst zu verändern, könnten sie ihre Abhängigkeit vom Führerschein nach und nach verringern und trotzdem mobil und unabhängig bleiben, so Wong. Dann fällt auch der Schritt, den Lappen, wenn es soweit ist, abzugeben, nicht mehr so schwer.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Cannabidiol als Antibiotikum entdeckt

Die Substanz, die aus Cannabis gewonnen wird, wirkt sogar gegen resistente Bakterien.

Angst vor Essen macht krank

Wer viele Nahrungsmittel meidet, hat ein höheres Risiko für diverse Krankheiten.

Mit Joghurt gegen Darmkrebs

Schon zwei Portionen pro Woche könnten das Risiko deutlich senken.

Postnatale Depression betrifft auch Männer

Nicht nur Frauen können nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief fallen.

Blutdrucksenker gegen Alzheimer?

Der Wirkstoff Nilvadipin verbessert offenbar die Hirndurchblutung.

Hautkrebs-Diagnose durch Computer?

Künstliche Intelligenz schlägt Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs.

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen